AFRIKA/TANSANIA - Tansania bürgert ehemaligen burundische Flüchtlinge nach 45 Jahren ein

Donnerstag, 24 August 2017 flüchtlinge  

Dar es Salaam (Fides) – Ehemalige burundische Flüchtlinge, die seit mindestens 45 Jahren in Tansania leben, können die tansanische Staatsbürgerschaft beantragen.
Dies wurde bei einem Gespräch zwischen dem Innenminister von Tansania, Mwigulu Nchemba und dem Flüchtlingshochkommissar der Vereinten Nationen, Volker Türk, beschlossen.
"Die Regierung von Tansania hat mit dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) die Einbürgerung von burundischen Flüchtlingen vereinbart, die 1972 in das Land kamen", so die Sprecherin des UNHRC, Teresa Ongaro, gegenüber „The East African“.
Wie aus aktuellen Statistiken des UNHCR hervorgeht, ist Tansania in der Region das Land, in dem die meisten burundischen Flüchtlinge leben: insgesamt 243.565.
Bisher wurden bereits 162.000 burundische Flüchtlinge eingebürgert, die ihre Heimat 1972 verlassen haben.
Vor zwei Wochen fanden Gespräche zwischen dem UNHCR und der Regierung in Tansania statt, bei dem vereinbart wurde dass burundische Flüchtlinge freiwillig in ihr Land zurückkehren sollten und nur diejenigen, die sich seit über 45 Jahren im Land befinden.
Im Vergangenen Monat forderte der tansanische Präsident John Magufuli die Flüchtlinge zur freiwilligen Rückkehr auf: "Ich fordere unsre guten Nachbarn, die Flüchtlinge aus Burundi auf, en eine freiwillige Rückkehr in ihr Land zu denken und dort die Wirtschaft ihres Landes wieder aufzubauen, was die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern verbessern wird”, so Magufuli im Anschluss an ein Gespräch mit dem burundischen Präsidenten Pierre Nkurunziza in Ngara. Daraufhin erklärten sich 5.000 burundische Flüchtlinge zu einer freiwilligen Rückkehr bereit. In den vergangenen Monaten waren bereits rund 150.000 Flüchtlinge zurückgekehrt.
(L.M.) (Fides 24/8/2017)


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