AFRIKA/SIERRA LEONE - Bischöfe: “Wir beten für die Verstorbenen und wünschen uns eine ökologisches Umdenken”

Dienstag, 22 August 2017 bischöfe  

Freetown (Fides) - “Unsere Herzen und unsere Gebete sind den Familien der Verstorbenen zugewandt und allen, die ihr Haus verloren haben und die von dieser Katastrophe in grausame Armut gestürzt wurden”, so die Bischöfe von Sierra Leone in ihrem Beileidsschreiben nach dem tragischen Erdrutsch am Mount Sugar Leaf in der Nacht vom 13. auf den 14. August, das Dorf Regent verwüstete (vgl. Fides 21/8/2017).
In ihrer Botschaft erinnern die Bischöfe an die Verantwortlichkeit des Menschen bei der Vorbeugung gegen solche Katastrophen, die oft durch Nachlässigkeit, Waldrodung und illegale Bebauung verursacht werden: “Die Enzyklika von Papst Franziskus „Laudato Sì“ appelliert an unser kollektives Gewissen, wenn es um das wahres ökologisches Umdenken und um ein Leben in Frieden mit der Natur geht. Die Bürger von Sierra Leone tragen Verantwortung für das ‘gemeinsame Haus’”.
“Die katholische Kirche wird in Zusammenarbeit mit der Caritas und den katholischen Entwicklungshilfeorganisationen die Regierung unterstützen, wenn es darum geht, das Leid der Mitbürger zu lindern”, heißt es in der Botschaft weiter, in der die Bischöfe dazu aufordern “für die Seelen aller Opfer zu beten”.
Die Zahl der Toten und Vermissten stieg nach dem Unglück auf bisher 600, von denen rund 450 geborgen wurden.
(L.M.) (Fides 22/8/2017)


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