AFRIKA/D.R. KONGO - Vertriebene im ehemaligen Katanga brauchen humanitäre Hilfe

Freitag, 11 August 2017

AVSI

Kalemie (Fides) – Wie aus einem Bericht des Büros für Humanitäre Angelegenheiten der Vereinten Nationen (OCHA) hervorgeht, waren im März rund 450.000 Binnenflüchtlinge aus ihrer Heimat nach Tanganyika, einer der vier Provinzen des ehemaligen Katanga, vor den 2016 augebrochenen Konflikten geflohen. In Kalemie, der Provinzhauptstadt sind derzeit sechs von zehn dort lebenden Menschen Vertriebene.
Angesichts dieses Phänomens brachte das Hilfswerk “Avis” ein Bildungsprojekt für rund 15.000 bedürftige Kinder in Kalemie auf den Weg. Im Rahmen der Initiative sollen Schulen in der Nähe von Flüchtlingscamps finanzielle Zuschüsse erhalten, damit sie Flüchtlingskinder in die Klassen aufnehmen können und Lehrer und Führungskräfte eine besondere Ausbildung erhalten. Außerdem werden Schulmatierialien, Bälle und Spiele sowie Arbeitsmaterialien für Lehrer zur Verfügung gestellt.
Auch das Flüchtlingsprogramm RRMP (Risposta Rapida ai Movimenti di Popolazione) soll Vertriebenen helfen. Für sechs Monate sollen Vertriebene in den entlegenen Gebieten der vier Provinzen des ehemaligen Katanga (Tanganyika, Lualaba, Haut –Lomami e Haut-Katanga) unterstützt werden. Ziel ist es Menschen die seit über drei Monaten fern von ihrer Heimat leben mit Hilfsmitteln zu versorgen. Das Programm arbeiten im Bildungs- und Gesundheitswesen mit dem “International Rescue Committee“ (IRC) zusammen.
(AP) (Fides 11/8/2017)


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