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Asia

2003-09-19

ASIEN/PAKISTAN - ERZBISCHOF SALDHANA VON LAHORE: „TERRORISMUS IST DEN RELIGIONEN FREMD UND EIN FEIND DER MENSCHHEIT“

Lahore (Fidesdienst) – „Ich verurteile jede Form des Terrorismus in Pakistan und auf der ganzen Welt“, mit diesen Worten wandte sich Erzbischof Lawrence Saldanha von Lahore im südlich von Islamabad gelegenen Kasur an ein Publikum, das aus Muslimen und Christen bestand. Der Erzbischof hatte am 11. September 2001 die Weihe empfangen. „Meine Weihe wird für immer mit dem Gedenken an den Anschlag auf die Zwillingstürme verbunden bleiben. Ich erinnere mich daran, dass wir nach der Messe die Nachricht von dem Attentat erfahren haben. Dies war ein furchtbarer Schock“.
Der Erzbischof erinnerte ausdrücklich daran, dass „Terrorismus jeder Form von Religion fremd ist: wir verurteilen den Fundamentalismus als Feind der Menschheit“. Bischof Saldanha dankte der Regierung unter Leitung von Pervez Musharraf für die Entstaatlichung der Schulen und die Abschaffung des separaten Wahlsystems mit Bindung an die religiöse Zugehörigkeit: „Auf diese Weise werden diejenigen, die ethnischen oder religiösen Minderheiten angehören, sich nicht mehr als Bürger zweiter Klasse fühlen“, so der Erzbischof. In seiner Ansprache erinnerte er auch an das Friedensgebet der Religionen in Assisi und betonte, dass vor allem nach dem jüngsten Krieg im Irak, Gläubige aller Religionen wieder gemeinsam für den Frieden beten sollten.
Der Bürgermeister der Stadt Kasur, Malik Rashid, dankte dem Erzbischof für seine Worte und bekräftigte, dass „die christliche Gemeinde in Pakistan durch ihr Engagement im Erziehungs- und Gesundheitswesen eine wichtige Rolle bei der Förderung von Entwicklung und Wohlstand spielt“ und bezeichnete die Christen in diesem Zusammenhang als „vorbildliche Bürger“.
Der für die Organisation des Treffens verantwortliche Pater Inayat Bernard erinnerte daran, dass in verschiedenen Teilen Pakistans christliche Minderheiten immer noch diskriminiert werden. Die anwesenden Muslime betonten jedoch, dass „das harmonische Zusammenleben zu den Prioritäten des Landes gehören sollte“. (PA) (Fidesdienst, 19/9/2003 – 28 Zeilen, 299 Worte)

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