AFRIKA/SAMBIA - Tribalismus und Verfall des politischen Systems gefährden die Einheit

Dienstag, 25 April 2017 tribalismus  

Lusaka (Fides)- Tribalismus, Regionalismus und der Verfall des politischen Systems seien eine Gefahr für die Einheit Sambias. Dies betont der Generalsekretär der Sambischen Bischofskonferenz Pfarrer Cleophas Lungu. Pfarrer Lungu ist auch Vorsitzender des Oasis Forums, dem neben der Bischofskonferenz auch die Law Association of Zambia (LAZ), der Council of Churches in Zambia (CCZ), der Non-Governmental Organizations' Coordinating Council (NGOCC) und die Evangelical Fellowship of Zambia (EFZ) angehören.
Pfarrer Lungu beklagt, dass die Politiker des Landes den Kontakt zur Bevölkerung verloren haben. “Wir sehen kein tatsächliches Interesse der gewählten Abgeordneten”, so der katholische Geistliche, „Viel mehr beobachten wir, dass das Schicksal unseres Landes vom Streit darüber abhängt, welche Autos zuerst vorfahren sollen. Wir sehen, dass die Politiker, die sich als Christen bezeichnen, Wege beschreiten, die in die Finsternis, die Zerstörung und die Verzweiflung führen. Sambias Bevölkerung leidet. In unserem Land sind Armut, Analphabetentum und schlechte medizinische Versorgung weit verbreitet, doch wir Sambier verdienen mehr“
Der Verlust des Sinns für Einheit sei auch daran zu erkennen, dass Tribalismus und Regionalismus zu politischen Zwecken manipuliert werden. „Die Samen der Spaltung werden ausgesät mit dem Ziel des politischen Profits und das trägt nicht zum Wachstum unseres Landes bei. Wir brauchen die Einheit in diesem Land heute mehr denn je und diese entsteht nur auf der Grundlage einer gemeinsamen Identität und einem Gefühl für eine gemeinsame Zukunft und der Liebe zu unserem Land“, so Pfarrer Lungu abschließend.
(L.M.) (Fides 25/4/2017)


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