AMERIKA/EL SALVADOR - Bischöfe fordern Gesetz zum Schutz vor Raubbau an der Natur

Dienstag, 7 Februar 2017 umwelt   politik  

San Salvador (Fides) – Die Bischöfe von El Salvador fordern ein Gesetz zum Schutz des Abbaus von metallen durch internationale Unternehmen.
Erzbischof José Luis Escobar Alas von San Salvador brachte die Forderung nach einem neuen Gesetz, das auch von Caritas El Salvador und der Universität „CentroAmericana Jose Simeon Cañas“ (UCA) unterstützt wird im Rahmen einer Pressekonferenz am gestrigen 6. Februar vor. "Das Bergbaugesetz, dass wir derzeit haben ist extrem veraltet und bringt uns in große Gefahr, denn es macht unsere Land besonders verletzlich“, so der Erzbischof wörtlich.
El Salvador gewann im Oktober 2016 einen jahrelangen Rechtsstreit mit der Gesellschaft “Oceana Gold” (ehemals Pacific Rin), das die staatliche Genehmigung für den Abbau vor Gericht durchsetzen wollte und Schadenersatzzahlungen in Höhe von 250 Millionen Dollar für Gewinnverluste forderte.
Die Ortskirche hatte bereits in der Vergangenheit den Schutz des Ökosystems gefordert. "Solche Aktivitäten sind inakzeptabel, weil sie für die Menschen und das Ökosystem irreparable Schäden verursachen”, schrieben die Bischöfe bereits 2008 (vgl. Fides 25/01/2008).
Nach Angaben der Vereinten Nationen ist El Salvador nach Haiti das Land, in dem in der Region die meisten Umweltschäden dokumentiert sind. Wie aus einer Untersuchung der UCA aus dem Jahr 2015 hervorgeht, sind 79,5% der Einwohner in den am meisten vom Bergbau betroffenen Gemeinden gefährdet.
(CE) (Agenzia Fides, 07/02/2017)


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