AFRIKA/REPUBLIK KONGO - Nach Ausschreitungen beruhigt sich die Lage in Brazzaville

Dienstag, 5 April 2016 bewaffnete gruppen  

Brazzaville (Fides) – In Brazzaville kehrt nach den gestrigen Ausschreitungen die Ruhe zurück. Dies Berichten Beobachter aus Kreisen der Ortskirche in der Hauptstadt der Republik Kongo, wo in den frühen Morgenstunden des gestrigen 4. April in den Stadtvierteln Mayanga und Makélékélé bewaffnete Männer die mehrere Regierungsgebäude überfielen. Bei den mehrstündigen Ausschreitungen kamen auch schwere Waffen zum Einsatz, doch „bereits in den Abendstunden beruhigte sich die Lage wieder und heute ist die Ruhe zurückgekehrt”.
“Gestern war Brazzaville wie ausgestorben, doch heute sind wieder die ersten Menschen unterwegs”, so der Beobachter weiter, „Trotzdem halten sich weiterhin Menschen in den Kirchen der betroffenen Stadtviertel auf, die dort Zuflucht gesucht hatten. Ein Teil der Einwohner suchte während der Ausschreitungen in den Kirchen Schutz. Wir wissen nicht genau wie viele es sind, doch bestimmt über einhundert. Die Caritas versorgt sie bereits mit Lebensmitteln und anderen Hilfsmitteln”.
Die Regierung macht die ehemaligen Kämpfer der “Ninja Nsiloulou”-Miliz unter Leitung von Frédéric Bintsamou, alias “Pastor Ntoumi” für die Übergriffe verantwortlich. Ntoumi hatte sich zunächst Präsident Sassou Nguesso angeschlossen, unterstützt nun jedoch dessen Herausforderer Guy-Brice Parfait Kolélas bei der Präsidentschaftswahl am 20. März, bei der Nguesso im Amt bestätigt wurde.
Am 4. April wurden die Wahlergebnisse vom Verfassungsgericht offiziell bestätigt und eine von Kolélas geforderte Annullierung der Wahl in einigen Wahlkreisen abgelehnt.
(L.M.) (Fides 5/4/2016)


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