AFRIKA/MALAWI - Bischöfe beklagen Hunger, Armut und Mängel im Gesundheitswesen

Dienstag, 15 März 2016 bischöfe   armut  

Lilongwe (Fides) - “Als Hirten, können wir nicht untätig zuschauen, wenn es um Minderung der Standards bei den öffentlichen Dienstleistungen, die Kluft zwischen armen und Reichen, Streuerbetrug und fehlende Prioritäten im Land geht”, so die Bischofe von Malawi in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Titel “Mercy of God as Path of Hope”.
Das Dokument würdigt einerseits die positiven Entwicklungen im Land (hohe Wahlbeteiligung bei der Wahl des Jahres 2014; Krisenbewältigung nach Überschwemmungen und politische Reformen) doch sie erinnern auch daran, dass der Weg auf sozialer und wirtschaftlicher Ebene noch weit ist. Als besonders besorgniserregend bezeichnen die Bischöfe die Lage des Gesundheitswesens und erinnern an “traurige und entwürdigende Bedingungen in den öffentlichen Krankenhäusern“. Außerdem beklagen sie ausdrücklich das Fehlen von Geräten für Mammographien in öffentlichen Krankenhäusern, was Frauen dazu zwingt sich an private Kliniken zu wenden.
Insgesamt 2,8 Millionen Menschen leiden in Malawi unter Hunger. “Die Menschen verbringen die meiste Zeit damit, Schlange zu stehen, damit sie Mais zu staatlich geregelten Priesen kaufen können. Dies führt dazu, dass sie ihre Felder nicht bewirtschaften oder nicht zur Arbeit gehen können. Dies wird in sechs Monaten unweigerlich zu einer weiteren Lebensmittelknappheit führen“, so die Bischöfe.
Schließlich bedauern die Bischöfe auch die Verbreitung von Armut im Land, die zu einem Anstieg der Kriminalität führt, und “Regional- und Stammesdenken, das sich in der Gesellschaft ausbreitet“. Deshalb fordern die Bischöfe Bemühen um Einheit und eine Politik, “die die Inklusion aller Gesellschaftssektoren garantiert“.
(L.M.) (Fides 15/3/2016)


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