AFRIKA/BURUNDI - Bürgerkriegsähnliche Zustände in Bujumbura wirken sich auf Nachbarländer aus

Dienstag, 5 Januar 2016 bewaffnete gruppen  

Bujumbura (Fides) - In der Nähe eines katholischen Klosters in der burundischen Haupstadt Bujumbura kam es am gestrigen 4. Januar zu einer heftigen Explosion. “Wir wissen noch nicht, was genau geschehen ist”, so Beobachter aus Bujumbura im Gespräch mit Fides. “Manche behaupten es habe sich um Mörser gehandelt, doch die Explosion war zu stark und wir glaiben, dass es sich um einen Sprengsatz platziert wurde”. “Wir prüfen die Nachrichten auch, weil die Behörden behaupten, dass bei den jüngsten Explosionen in der Hauptstadt ein Dutzend ein Dutzend Polizeibeamte ums Leben kamen, doch wir wissen nicht ganau, was passiert ist. Sicher ist, dass bei der Explosion in der Nähe des Klosters eine Frau verletzt wurde”, so der Beobachter weiter.
In Burundi herrschen zunehmend bürgerkriegsähnliche Zustände, deren Folgen sich auch auf die Nachbarländer auswirken. “Die jünsten Nachrichten, die wir im Radio hören, berichten davon, dass in der kenianischen Hauptstadt Nairobi am vergangenen 3. Januar ein Mitglied der regierungstreuen Miliz ‘Imbonerakure’ ermordet wurde, während bekannt ist, dass die Gegner des Präsidenten Pierre Nkurunziza rifugiatisi, die nach Kenya geflohen sind, dort von Mitgliedern der ‚Imbonerakure’, die in Kenia aktiv sind, Todesdrohungen ”, erklärt der Beobachter.
In Bujumbura verüben unterdessen “Todes-Schwadrone” jede Nacht mehrere Morde. “Die Polizei und die mit dem Präsidenten verbündeten Milizen entführen Geiseln und fordern Lösegeld für deren Freilassung. Wird dieses nicht bezahlt, werden die Geiseln ermordet. Auch die Gewalt gegen Frauen und Mädchen durch Polizeibeamte und Milizionäere nimmt zu. Die Situation ist zunehmend gefährlich und besorgniserregend”, so der Beobachter abschließend. (L.M.) (Fides 5/1/2016)


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