ASIEN/AFGHANISTAN - Schließung der Schulen begünstigt Rekrutierung Minderjährigen durch Taliban

Freitag, 18 Dezember 2015 minderjährige  

ResoluteSupportMedia

Lashkar Gah (Fides) – Infolge der Zuspitzung der Konflikte in der afghanischen Provinz Helmand mussten über 150 Schulen geschlossen werden, was die Rekrutierung von minderjährigen Kämpfern unter den rund 100.000 Studenten durch die Taliban erleichtert. Fast zwei Monate lang kämpften Soldaten der afghanischen Armee um die Kontrolle über Lashkar Gah, die Provinzhauptstadt, die von den Aufständischen im Oktober 2015 fast vollständig besetzt wurde. Seither wurden Tausende Soldaten in der Provinz stationiert, was jedoch nur einen Rückzug der Taliban auf eine Distanz von 17 Kilometern bewirken konnte. Nun kontrollieren die Rebellen Teile von Babaji am Stadtrand von Lashkar Gah, während sie ihre Stellungen in den benachbarten Distrikten Nad-e-Ali und Marjah ausbauen konnten.
Unter der Situation leide vor allem das Schulsystem der Provinz. Seit neuen Wochen sind 50 Schulen in der Umgebung von Lashkar Gah geschlossen werden, weshalb 30.000 Kinder keinen Unterricht besuchen konnten. Dies bestätigt die Bildungsbehörde der Provinz. Weitere 104.000 Schulen in anderen Distrikten wurden bereits im vergangnen Jahr geschlossen. Taliban verteilen unter diesen Jugendlichen Broschüren und Werbematerialien und fordern sie auf, sich ihrem Kampf anzuschließen. (AP) (Fides 18/12/2015)


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