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Asia

2003-09-02

ASIEN/INDIEN - BISCHÖFE BITTEN REGIERUNG UM EINFÜHRUNG EINES FEIERTAGS ZUR SELIGSPRECHUNG VON MUTTER TERESA

New Delhi (Fidesdienst) – Der 19. Oktober soll als Tag der Seligsprechung von Mutter Teresa von Kalkutta zukünftig in Indien ein Nationalfeiertag sein: dies wünschen sich die Mitglieder der Indischen Bischofskonferenz in einem entsprechenden Antrag an die indische Regierung. Bei einem Treffen mit dem indischen Premierminister Atala Behari Vajpayee überreichte Erzbischof Vincent Concessao das Schreiben der Bischöfe. Unterdessen wollen die christlichen Gemeinden in ganz Indien ähnliche Anträge auch bei den Gouverneuren der einzelnen Unionsstaaten einreichen. „Diese Feierlichkeiten sind für jeden indischen Bürger ein wichtiger Anlass“, heißt es in dem Schreiben.
In ihrem Antrag bitten die Bischöfe unter anderem auch um die Live-Übertragung der Seligsprechungsfeiern im staatlichen Fernsehen und um die Entsendung einer politischen Delegation zur Teilnahme an den Feiern in Rom.
Die indische Regierung gab unterdessen bekannt, dass das Ereignis mit einem Preis zu Ehren von Mutter Teresa gewürdigt werden soll, mit dem Menschen für ihr soziales Engagement ausgezeichnet werden sollen. Damit möchte man dazu anregen, „dass sich andere Menschen am Vorbild der Ordensfrau inspirieren und ihr Leben den Armen widmen“.
Im Staat New Delhi soll eine Strasse nach Mutter Teresa benannt werden, an deren Ende ein Denkmal zu Ehren der Ordensfrau aufgestellt werden wird. Die Erzdiözese Delhi organisiert ein Symposium, Gebetstreffen und interreligiöse Veranstaltungen sowie eine Blutspendenkampagne.
Nach Ansicht von Erzbischof Concessao von Dehli ist die Seligsprechung von Mutter Teresa auch Gelegenheit zur Evangelisierung. Die indische Kirche wird seines Erachtens die Möglichkeit haben, der ganzen Welt eine wichtige Botschaft zu vermitteln. „Mutter Teresa wurde von allen Indern für ihr Wirken unter den Armen geliebt und geschätzt, deshalb wird durch ihre Seligsprechung eine Botschaft der Liebe und des Mitgefühls vermittelt, die viele Menschen erreichen kann und allen verständlich macht, wer wir Christen sind und was wir tun“, betont der Erzbischof im Gespräch mit dem Fidesdienst. Gleichzeitig erinnert er in diesem Zusammenhang daran, dass auch die Tätigkeit der Ordensfrau zu unrecht von einigen Fundamentalisten als Mittel zum Erwirken von Bekehrungen bezeichnet worden war. (PA) (Fidesdienst, 2/9/2003 – 32 Zeilen, 339 Worte)

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