EUROPA/ITALIA - “Selige der Migranten”: die Figur der Mitgründerin der Scalabrini Missionarinnen ist auch heute noch aktuell

Montag, 13 Juli 2015

Rom (Fides) – Die Mitgründerin der Scalabrini Missionschwestern, Mutter Assunta Marchetti, war eine “Frau des 19. Jahrhunderts, die auch für die heutigen Frauen Vorbildcharakter hat, da sie in eine sich ständig bewegenden Welt leben. Ihre Erfahrung als Missionarin im Dienst der Ärmsten ist ein Beispiel dafür, wie kreative karitative Tätigkeit aussehen kann”, so Schwester Neusa de Fatima Mariano, Generalobere der Scalabrini Missionsschwestern. Die 1871 in der italienischen Provinz Lucca geborene Assunta ging mit 24 Jahren nach Brasilien, um dort Waisenkindern und Migranten zu helfen. Unter den Ärmsten und Letzten der Welt wurde sie mit dem Phänomen der Migration konfrontiert, den sie als Faktor der menschlichen Entwicklung betrachtete, den es mit christlicher Liebe zu begleiten galt. Sie starb an den Folgen einer Verletzung am Bein, die sie sich bei einem Krankenbesuch zugezogen hatte, am 1. Juli 1948 in Sao Paolo. Am Samstag, den 25. Oktober wurde 2014, wurde Mutter Assunta Marchetti in der Kathedrale von Sao Paolo in Brasilien zu den Ehren der Altäre erhoben. Dem Seligsprechungsgottesdienst stand der Erzbischof von Sao Paolo Kardinal Odilo Pedro Scherer, vor. (vgl. Fides 27/10/2014).
Seither wurden in aller Welt zahlreiche Initiativen auf den Weg gebracht, bei denen die Aktualität der Figur der “Seligen der Migranten” im Mittelpunkt stand. Am 1. Juli, dem Fest der Seligen, stand Kardinal Scherer einem feierlichen Gottesdienst zu Ehren der neuen Seligen vor; in ihrem Geburtsort Camaiore wurde die Mutter Marchetti von den “neuen Migranten” in der Kollegiatskirche gefeiert; in Luzern (Schweiz) gedachten ihrer die italienischen Zuwanderer. (SL) (Fides 13/07/2015)


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