EUROPA/SPANIEN - Jesuit Refugee Service beklagt mangelnde Umsetzung der Bestimmungen für Abschiebehaft

Freitag, 24 April 2015

Madrid (Fides) – Am Dienstag, den 22. April stellte das Flüchtlingshilfswerk der Jesuiten “Jesuit Refugee Service” (JRS) den Bericht zur Lage in den “Centros de Internamiento de Extranjeros” (CIE) vor, der sich unter anderem auch sich auch mit den so genannten “Express”-Verfahren für die Ausweisung von illegalen Einwanderern befasst. Über die verheerenden Auswirkungen iner solchen Ausweisung berichtete im Rahmen der Präsentation Miriam aus Lateinamerikas, deren Sohn Opfer dieses Verfahrens wurde.
Der in drei Teile gegliederte Bericht prangert im Rahmen der Analyse der Lage in den Zentren für Abschiebehaft auch die gleichgültigkeit der Behörden im Zusammenhang mit der mangelnden Umsetzung der für diese Haftanstalten geltenden Bestimmungen. Der Koordinator des JRS, Miguel González, betonte, dass angesichts der Verabschidung der Bestimmungen vor nun mehr einem Jahr jegliche Hoffnung der in diesem Bereich tätigen enttäuscht worden sei. Besonders schwerwiegend sei die Tatsache, dass noc nicht einmal die von dem Bestimmungen vorgesehenen Ämter des Direktors, Sekretärs und Amtsarztes besetzt worden seien.
Wie aus dem Bericht hervorgeht, werden derzeit 57,8% der Zuwanderer im Rahmen eies “Express-Verfahrens” ausgewiesen, während 42,2% der Ausweisungsverfahren im Rahmen eines Aufenthalt in einem Zentrum für Abschiebehaft bearbeitet werden. (CE) (Fides, 24/04/2015)


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