EUROPA/ITALIEN - Kardinal Filoni: “Afrika braucht Ermutigung und Solidarität anstelle von Migration, Waffengeschäfte und Plünderung”

Montag, 16 März 2015

Roma (Fides) –Afrika “braucht mutige und prophetische Politiker”, die sich am Evangelium inspirieren, “Bischöfe und Priester, die dem Herzen Christi entsprechen”, “verantwortliche Laiengläubige”, die nicht nur Probleme sehen, sondern „an das Gute und an die Hoffnung glauben, die man aussät und aufbaut“, so Kardinal Fernando Filoni, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker am Ende seiner Predigt beim Schlussgottesdienst der von den Comboni Missionaren veranstalteten Konferenz „Afrika, ein Kontinent auf dem Weg“ (vgl. Fides 14/03/2015) am gestrigen 15. März.
In seiner Predigt erinnerte der Kardinalpräfekt auch an die beiden Afrikasynoden der Jahren 1994 und 2009 und an die entsprechenden Apostolischen Schreiben “Ecclesia in Africa” und “Africae Munus”, die die Notwendigkeite der Aussöhnung und die Förderung von Frieden, Gereichtigkeit und Wahrheit in den Mittelpunkt stellen. “Dies ist heute noch aktuell”, so der Kardinal, “im Kontext eines Kontinents, wo es zahlreiche Kriege, Gewalt und Hass, insebesondere im Norden (Libyen) und in den ländern südlich der Sahara (Nigeria, Niger, Tschad, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Kongo und Südsudan) gibt“. In diesem Zusammenhang erinnerte der Kardinal auch an andere Probleme des Kontinents: Ebola, Malaria, Dengue, AIDS und andere Krnakheiten sowie an ethnische Konflikte, Ausbeutung von Bodenschätzen und die weit verbreitete Armut.
“Africae Munus” sei aber auch ein Aufruf zur “Regeneration des Kontinents”, so Kardinal Filoni, der der heilige Comboni bereits 1864 als vor 150Jahren aufgerufen habe. „Seine Idee von der ‚Regeneration Afrikas mit Afrika’, ist heute mehr als eine Idee, wenn wir bedenken, dass es auf diesem Kontinent rund 536 Kirchsprengel gibt und von den insgesamt rund 1.066.140 Einwohnern rund 200 Milionen Kathooliken sind. … Der Traum des heiligen Comboni hat sich durch das Werk von Ordensleuten und Laiengkäubigen in 150 Jahren der Missionstätigkeit verwirklicht”.
Mit Bezug auf die Lesung des Tages betonte Kardinal Filoni abschließend: Afrika “braucht Ermutigung und Solidarität. Es brauch weder Migrationen noch Waffengeschäfte und Plünderungen. Es braucht Solidarität: das ist der neue Traum!”. “Christus bleibt die Quelle der geistigen und moralischen Regenaration. Afrika darf nicht als ‘Problem’ betrachtet werden, wie dies in westlichen Ländern oft geschieht, sondern als Kontinent, der zu Wachstum und Entwicklung fähig ist, sondern und zu internationalem Wohl beitragen kann”. (SL) (Fides 16/03/2015)


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