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2014-06-17

ASIEN/INDONESIEN - Präsidentschaftswahl: Christen sympathisieren mit Joko Widodo

Jakarta (Fides) – Mit Blick auf die Präsidentschaftswahl am kommenden 9. Juli scheinen christliche Wähler mit dem 50jährigen Gouverneur von Jakarta Joko Widodo zu sympathisieren. Der Sekretär der bischöflichen Kommission für interreligiösen Dialog Pfarrer p. Benny Suseyto, betont, erläutert die Gründe dafür.
“Joko Widodo”, so der katholische Geistliche, “hat in seine politische Agenda auch Themen wie Menschenrechte, Freiheit, Rechte der Minderheiten und die Bekämpfung religiöser Intoleranz aufgenommen. Außerdem gehört auch das Thema Korruptionsbekämpfung zu seinen Prioritäten. Er ist ein Kandidat, der den Gläubigen geeignet erscheint, wenn es um die Führung eines demokratischen und pluralistischen Indonesiens geht. Er spricht von Frieden, Harmonie, Gerechtigkeit und Gemeinwohl und dies macht ihn den Christen sympathisch.” Auf der anderen Seite hat der andere Kandidat “Prabowo Subianto viele Anhänger unter den islamischen Parteien und auch unter radikalislamischen Gruppen, wie der Islamic Defenders Front, die für Hass und Gewalt in der Gesellschaft verantwortlich gemacht werden. Dies brachte ihm die Ablehnung jener Kreise der Zivilgesellschaft ein, die mehr an Menschenrechtsfragen interessiert sind. Außerdem steht Subianto in Verbindung mit alten staatlichen und militärischen Strukturen und wird deshalb als langer Arm der alten Politik betrachtet”.
In der heutigen indonesischen Gesellschaft, so der katholische Priester, finde ein Prozess des sozialen und kulturellen Wandels statt, wobei das demographische Gewicht der neuen Generationen steige: es gibt 75 Millionen junge Wähler, die erstmals an einer Wahl teilnehmen. Die jungen Wähler haben sich vom alten Establishment entfernt, dass das Land in der Vergangenheit regierte, und unterstützen Joko Widodo als Mann einer neuen Politik.
“Vom neuen Präsidenten”, so Pfarrer Suseyto abschließend, “erwarten sich die Christen die Bekämpfung der Korruption die Umsetzung der fünf philosophischen Staatsprinzipien der Pancasila, die Förderung des Rechtsstaats und die Abschaffung von Machtmissbrauch und Straffreiheit seitens der radikalislamischen Gruppen in der Gesellschaft”. (PA) (Fides 17/6/2014)

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