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2014-02-22

AMERIKA/EL SALVADOR - Missionar: “Die Kirche ist Bezugspunkt und Quelle der Hoffnung”

Rom (Fides) – El Salvador ist mit einer Fläche von nur 21.040 qkm das kleinste aber mit rund 6,2 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Mittelamerikas. Insgesamt rund 4.963.000 Einwohner sind Katholiken. Fides sprach mit einem der Teilnehmer des derzeit im Zentrum für Missionsspiritualität „Centro Internazionale di Animazione Missionaria (CIAM)” in Rom stattfindenden Fortbildungskurses über die Probleme der Katholiken in der Region.
“Zweifelsohne ist die Gewalt das größte Problem: kriminelle Banden sind etwas Schreckliches”, so der Missionar, der anonym bleiben möchte. „Es ist nicht einfach diese Gewalt zu bekämpfen, da es sich um ein sehr komplexes Problem handelt. Die Anführer der kriminellen Banden geben ihre Kommandos auch aus den Gefängnissen an die Kriminellen draußen und die Menschen, die einfachen Menschen möchten nichts riskieren, sie haben Angst. Deshalb spielt die Kirche eine Schlüsselrolle, denn sie ist ein sicherer Bezugspunkt”.
El Salvador hat wenige Bodenschätze. Das Land ist unwegsam: Berge und Vulkane nehmen88% der Fläche ein und die seismische Phänomene sind nicht selten. In der Landwirtschaft sind 19% der Erwerbsfähigen des Landes beschäftigt. Der Sektor tragt mit 11% zum Bruttoinlandsprodukt bei- Weite Teile des Ackerlandes befinden sich in den Händen von Großgrundbesitzern. Rund 29% der Bevölkerung lebt in Armut und 22% in extremer Armut.
“In den Pfarreien, in denen ich tätig bin, die oft weit von den Städten entfernt sind”, so der Missionar weiter, “sind die Menschen aktiv in der Kirche und die Familie bleibt weiterhin der erste Ort für die Glaubensbildung und die christliche Initiation. Wenn die Kinder groß werden, sehen sie sich leider mit den Problemen der Jugend und mit großen sozialen Problemen konfrontiert, für die es bis heute keine Lösung gibt: Gewalt, Drogenhandel, Kriminalität, fehlende Ressourcen für das Studium. Und so kommt es zu sozialen Konflikten”. “Ich möchte jedoch auch betonen, dass die Menschen sehr gläubig sind. Die Solidarität in den katholischen Gemeinden ist groß und es besteht ein Interesse an den Problemen und Bedürfnissen der Mitmenschen. Dies ist eine Quelle der Hoffnung dafür, dass auch die Gesellschaft in El Salvador eines Tages das Problem der Gewalt lösen wird”. (CE) (Fides, 22/02/2014)

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