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2014-01-20

AFRIKA/ZENTRALFRIKANISCHE REPUBLIK - Missionar berichtet über die Gewalt

Bangui (Fides)- “Zwischen dem 8. und 9. Januar Bozoum haben Mitglieder der Seleka 1.300 Wohnungen in Brand gesteckt und mindestens ein Dutzend Menschen getötet. Angesichts der bereits angespannten Lage, ist dies sehr gefährlich”, so P. Aurelio Gazzera, aus Bozoum im Westen der Zentralafrikanischen Republik, wo sich ehemalige Rebellen der Seleka und so genannte „Anti-balaka“-Milizen bekämpfen. Angesichts der Gewalt verließen bereits eine Million Zivilisten ihre Heimat.
Die Mitglieder der Seleka haben Bozoum inzwischen verlassen, doch es bleibe ein Gefühl des Hasses und der Ablehnung gegenüber der muslimischen Bevölkerung, von der man annehme, das sie die ehemaligen Rebellen unterstützen, so P. Gazzera, der bei seinen Versuchen in den verschiedenen Gemeinden versucht, die Gemüter zu beruhigen, während er Lebensmittel verteilt. Unterwegs wird der Missionar zwar immer wieder auch Augenzeuge von Gewalt und Plünderungen aber auch der gegenseitigen Hilfeleistung, wie zum Beispiel in einem Dorf, wo muslimische Frauen von Christen beschützt wurden.
In Bozoum wurden unterdessen erste Soldaten der MISCA (Mission der zentralafrikanischen Staaten) stationiert. P. Gazzera betont in diesem Zusammenhang: “Wir brauchen größere militärische Präsenz. In unserer Region wurden nur 11 Soldaten der MISCA stationiert, die nicht ausreichen um die Sicherheit zu garantieren und die dringend notwendige Entwaffnung auf den Weg zu bringen”. (L.M.) (Fides 20/1/2014)

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