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2014-01-18

ASIEN/SYRIEN - „Genf–2“: Weltkirchenrat fordert umgehenden Waffenstillstand

Genf (Fides) – Im syrischen Konflikt gibt es “keine militärische Lösung”; dringend notwendig “ist eine umgehende Beendigung aller Gefechte und Feindseligkeiten auf dem syrischen Territorium”; humanitäre Hilfe muss garantiert werden; der richtige Weg ist “die Entwicklung eines vollständigen und umfassenden Prozesses für den Aufbau eines gerechten Friedens und den Wiederaufbau Syriens”: so lauten die Empfehlungen des Weltkirchenrates, der im Vorfeld der für den 22. Januar geplanten Friedenskonferenz „Genf-2“ insgesamt 30 Religionsvertreter nach Genf einlud. Die Empfehlungen fast der Rat in einem Dokument zusammen, das dem UN-Vertreter für Syrien, Lakhdar Brahimi, der Arabischen Liga und anderen Konferenzteilnehmern vorgelegt werden soll.
“Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren: zu vielen Menschen mussten bereits sterben oder ihre Heimat verlassen”, so Rev. Olav Fykse Tveit, Generalsekretär des Weltkirchenrates in der Präsentation des Dokuments. “Die Kirche nehmen gemeinsam Stellung”, so der Geistliche, der daran erinnert, dass an der Formulierung der Empfehlungen Vertreter der Kirchen des Nahen Ostens, des Vatikan, Russlands und der Vereinten Nationen sowie aus anderen europäischen Ländern stellvertretend für die katholische, orthodoxe, protestantische und anglikanische Glaubensgemeinschaft beteiligt waren.
“Wir vertreten die schweigende Mehrheit der Syrer, die Frieden wünschen”, so der Katholikos Aram I., Oberhaupt der armenisch-apostolischen Kirche, der den Teilnehmern der Friedenskonferenz “die Unterstützung aller Kirchen bei dieser wichtigen Mission” versichert.
Der Weltkirchenrat betont in diesem Zusammenhang, dass “die Kirchen auf die internationale öffentliche Meinung einwirken können, indem sie all das Böse, das sich hinter dieser Situation verbirgt, verurteilen und für das höchste Gut, den Frieden, einen Gerechten Frieden, eintreten”.
Am Rande des Treffens des Weltkirchenrates fand auch ein ökumenisches Gebet für die Aussöhnung im Zeichen der Solidarität mit der syrischen Bevölkerung statt. (PA) (Fides 18/1/2014)

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