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2013-12-13

AMERIKA/URUGUAY - Bischof: Legalisierung von Cannabis gefährdet Familien

Montevideo (Fidesdienst) – Mit 16 Ja-Stimmen und 13 Nein-Stimmen billigte der uruguayanische Senat ein Gesetz zur Kontrolle und Regulierung von Cannabis: damit ist Uruguay es weltweit das erste Land, dass die Produktion, den Verkauf und den Konsum von Cannabis legalisiert. Dieses Gesetz und andere Gesetze, wie zum Beispiel „die Legalisierung von Abtreibungen, die rechtliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften mit der Ehe und die künstliche Befruchtung in all ihren Formen, sind Gesetze, die die Familien in Uruguay gefährden” so Bischof Jaime Fuentes von Minas in seinem Weblog (www.desdelverdun.org).
Nach Ansicht von Bischof Fuentes, währe die Alternative zu diesem Gesetz, das er als “Selbstmord” bezeichnet, die Erziehung junger Menschen zu authentischen Werten im familiären Umfeld. “Wir müssen”, so der Bischof, “die Initiativen vervielfältigen, die junge Paare unterstützen bevor es zu Schwierigkeiten kommt”. Viele junge Paare “wollen nichts mit dem Abtreibungsgesetz und dem Anbau von Cannabis zu tun haben” und “wir müssen diese Begeisterung fördern, da diese Paare an vorderster Front stehen, wenn es darum geht diesen Krieg zu gewinnen”.
Das neue Gesetz erlaubt volljährigen Bürgern (über 18 Jahre) den Anbau von bis zu sechs Cannabispflanzen mit einer Jahresproduktion von maximal 480 Gramm. Außerdem werden Vereine oder Kooperativen, denen 15 bis 45 Mitglieder angehören insgesamt bis zu 99 Pflanzen anbauen. Der Verkauf von Cannabis ist in dazu berechtigten Apotheken erlaubt: jeder Käufer muss sich vorher in eine Liste eintragen lassen und kann bis zu 40 Gramm pro Monat kaufen.
Wie der uruguayanische Staatspräsident José Mujica betont, war es für die Regierung nicht einfach, die Regulierung von Cannabis auf den Weg zu bringen, man betrachte es jedoch als einen Versuch der Bekämpfung von Drogenabhängigkeit und Drogenhandel im Land. Damit das Gesetz in Kraft treten kann muss die Regierung das Gesetz billigen. (CE) (Agenzia Fides, 13/12/2013)

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