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2013-11-27

AFRIKA/ÄGYPTEN - Keine “Quotenregelung” für Christen im künftigen Parlament

Kairo (Fidesdienst) – Der Ausschuss, der die ägyptische Verfassung neu Schreiben soll, wird in den neuen Text keine Artikel einführen, der koptischen Christen eine bestimmte Anzahl von Sitzen vorbehält. Dies bestätigte ein Sprecher des Ausschusses am 26. November bei einer Pressekonferenz. In dem Ausschuss mit 50 Repräsentanten der Gesellschaft sind auch drei Delegierte der christlichen Kirchen vertreten. “Bei der Sitzung unseres Ausschusses”, so Mohammed Abla “wurde einstimmig vereinbart, dass es keine Quotenregelung für Minderheiten in der Volksvertretung geben soll”. In den Gemeinderäten sollen hingegen 25% der Sitze Frauen und jungen Kandidaten vorbehalten sein.
In der christlichen Glaubensgemeinschaft gibt es unterdessen widersprüchliche Meinungen zu einer Quotenregelung auf konfessioneller Basis. “Die Quotenregelung”, so der koptisch-katholische Bischof Botros Fahim Awad Hanna zum Fidesdienst “könnte Pläne begünstigen, die das Land durch eine sektiererische Spaltung untergraben wollen. Damit koptische Christen zum Aufbau eines neuen Ägypten beitragen können, müssen neue Wege beschritten werden. Wie zum Beispiel die Aufstellung qualifizierter und angesehener christlicher Politiker, die bei den Wählern auf Zustimmung stoßen, auf den ersten Plätzen der Wahllisten”.
Über die neue Verfassung soll die Bürgern Mitte Januar 2014 im Rahmen eines Referendums abstimmen. (GV) (Fidesdienst 27/11/2013).

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