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2013-10-31

AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Missionar: “Die Situation in Bouar stabilisiert sich langsam”

Bangui (Agenzia Fides)- “Die Situation in Bouar stabilisiert sich langsam”, so der aus Italien stammende Missionar P. Beniamino Gusmeroli aus Bouar im Nordwesten der Zentralafrikanischen Republik, wo es am Sonntag, den 27. Oktober, zu Gefechten zwischen den von Soldaten der Afrikanischen Mission in Zentralafrika (FOMAC) unterstützten zentralafrikanischen Truppen (ehemalige Rebellen des Seleka-Bündnisses, die im März dieses Jahres die Macht übernommen haben) und den Selbstverteidigungsgruppen der so genannten “Antibalaka“ kam.
Wie aus einem Bericht hervorgeht, der dem Fidesdienst vorliegt, beklagte P. Gusmeroli bereits wenige Stunden vor den Gefechten in Bouar “ ein angespanntes Klima, das von den Selbstverteidigungsgruppen der “Antibalaka” geschürt wird, die sich in allen Dörfern und Ortschaften positioniert haben, und versuchen die Seleka-Rebellen aus der Stadt zu vertreiben. Sie werden von ehemaligen Soldaten der regulären Armee unterstütz die dem gestürzten Präsidenten François Bozize treu geblieben sind und sich nicht zu erkennen geben”. Bei den Gefechten starben nach offiziellen Angaben mindestens 12 Personen.
In seiner Mission hat P. Gusmeroli viele Menschen untergebracht, die vor den Gefechten fliehen. “Wir versuchen diesen Menschen zu helfen, sie mit Wasser und einer warmen Mahlzeit zu versorgen. Sie hielten sich dicht gedrängt in allen Zimmer, der Kapelle auf den Korridoren und in der Wäscherei auf”, so der Missionar, “Sie sind inzwischen nach Hause zurück gekehrt, doch in der St.-Laurent-Kathedrale halten sich immer noch hunderte Vertriebene auf, die dort von Medecins Sans Frontière versorgt werden, nachdem die hygienischen Zustände sich zunehmend verschlechtert hatten. Die FOMAC-Einheiten versprach ihnen eine baldige Rückkehr in die eigenen Wohnungen, da sich die Situation langsam wieder stabilisiert”.
„Doch in vielen anderen Teilen des Landes“, so der Missionar abschließend, „bleibt die Situation weiter unsicher“. (L.M.) (Fidesdienst 31/10/2013)

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