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2013-09-16

AMERIKA/KUBA - Bischöfe fordern politische Reformen

Havanna (Fidesdienst) – „Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft umfasst auch die Hoffnung auf eine neue politische Ordnung“, heißt es in einem Hirtenbrief der katholischen Bischöfe Kubas, in der dieses die Regierung unter Präsident Raul Castro zu demokratischen politischen Reformen auffordert, die den wirtschaftlichen Wandel begleitet, wo es bereits eine Öffnung gegenüber privaten Initiativen gab.
In dem Schreiben, das dem Fidesdienst vorliegt betont die Bischofskonferenz unter Vorsitz von Bischof Dionisio Garcia von Santiago de Cuba: „Kuba ist berufen, eine pluralistische Gesellschaft zu werden, in der sich verschiedene kubanische Realitäten summieren“, denn „Kuba ist das Land aller Kubaner mit allen ihren Unterschieden und Träumen“. „Es muss ein Anspruch auf Unterschiedlichkeit bestehen, unterschiedliche Gedanken, unterschiedliche Kreativität, unterschiedliche Wege der Wahrheitssuche. Aus Unterschieden ergibt sich die Notwendigkeit des Dialogs“, heißt es in dem Hirtenbrief der Bischöfe.
In 43 Punkten wollen die Bischöfe eine ernsthafte christliche Reflexion anregen und erinnern mit Bezug auf die jüngste Entwicklung im Land daran, dass „der Wandel unter der Bevölkerung neue Hoffnung entstehen lässt“, mit der sie die Forderungen an die Regierung motivieren.
Die katholische Kirche, deren Beziehungen zu Fidel Castro in der Vergangenheit sehr angespannt waren, ist heute ein wichtiger Gesprächspartner der kommunistischen Regierung, seit der Erzbischof von Havanna, Kardinal Jaime Ortega und Präsident Raul Castro 2010 einen Dialog auf den Weg brachten, der unter anderem zur Freilassung von rund 130 politischen Häftlingen führte.
Die Bischöfe fordern nun vom kubanischen Staats- und Regierungschef Raul Castro auch „die Förderung neuer Initiativen des Dialogs“ mit den Vereinigten Staaten, zu denen bisher keine diplomatischen Beziehungen bestehen und die an ihrem Wirtschaftsembargo gegenüber der Insel seit fünf Jahrzehnten festhalten. (CE) (Fidesdienst, 16/09/2013)

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