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2013-08-20

ASIEN/IRAN - Christ wegen Verbreitung des Evangeliums zu zehn Jahre Haft verurteilt

Teheran (Fidesdienst) – Ein Iraner, der vom Islam zum Christentum konvertierte, wurde „wegen Verbrechen gegen die Staatssicherheit“ zu zehn Jahren Haft verurteilt: er hatte im Land Bibeln verteilt. Mohammad Hadi Bordbar, auch Mostafa genannt, aus der Stadt Rasht wurde der Konspiration beschuldigt und verurteilt. Wie Beobachter dem Fidesdienst berichten, geht aus den Prozessakten hervor, dass der Angeklagte gestanden haben soll, dass er „sich vom Islam abgewandt hat, um sich dem Christentum zuzuwenden“ und dass er „die Verkündigung des Evangeliums als seine Pflicht betrachtet und deshalb 12.000 Bibeln im Taschenbuchformat verteilt hat“.
Nach seiner christlichen Taufe hatte Mostafa eine so genannte „Hauskirche“ gegründet, wo er sich mit anderen Gläubigen zum Gebet versammelte, was im Iran „illegal“ ist. Mostafa wurde in Teheran am 27. Dezember 2012 nach einer Hausdurchsuchung festgenommen. Die Polizeibeamten nahmen rund 50 iranische Christen fest, die an einer Gebetsversammlung teilgenommen hatten und unterzogen sie einem Verhör. In der Wohnung beschlagnahmte die Polizei christliche Veröffentlichungen, darunter Videos, Bücher und CDs und über 6.000 Bibelexemplare. Mostafa war bereits 2009 wegen seines Übertritts zum Christentum wegen Abfall vom Glauben festgenommen und gegen Kaution freigelassen worden.
Wie die christliche iranische Nachrichtenagentur „Mohabat News“ berichtet, verurteilte ein Gericht in Robat-Karim südlich von Teheran unterdessen auch den jungen iranischen Christen Ebrahim Firouzi zu einem Jahr Haft und zwei Jahren Exil wegen „Evangelisierungstätigkeit und Verbreitung von Bibeln“ wegen „Opposition gegen das Regime der islamischen Republik Iran“. In der Urteilsbegründung bezeichnet der Richter Ebrahim Firouzi als schuldig, „weil er in seiner Wohnung Gebetsversammlungen veranstaltete und unter Jugendlichen Zügellosigkeit und Zweifel an den Prinzipien des Isalm verbreitete“. Der junge Mann war im März 2013 festgenommen worden.
Die Nichtregierungsorganisationen „Barnabas Team“ und „Christian Solidarity Worldwide“ betonen, betrachten die Behörden des Iran das wachsende Interesse junger Iraner am Christentum als Bedrohung. Viele Kirchen in denen Gottesdienste in Farsi stattfanden, wurden in Teheran und anderen Städten geschlossen, während der Druck auf Christen, die vom Islam zum Christentum konvertierten zunimmt. Der neue iranische Präsident Hassan Rouhani, kündigte unterdessen eine mögliche „Reform des Bürgerrechts“ an und forderte islamische Religionsvertreter auf „das Eingreifen des Staates in das Privatleben der Menschen zu beenden“. (PA) (Fidesdienst, 20/08/2013)

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