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2013-07-05

AFRIKA/ZENTRALAFRIKA – Die zentralafriklanische Kirche: eine „Stimme der Stimmlosen“

Bangui Fidesdienst)-“Die katholische Kirche von Zentralafrika ist und bleibt die einzige Stimme der Stimmlosen, d.h. aller Zentralafrikaner, die derzeit im Angesicht einer internationalen Gemeinschaft sterben, die den Blick von unserem Land abwendet, um ihn auf einträglichere und weniger gefährlichen Interessenzentren zu lenken“. Das erklärte Godefroy Mokamanede im Namen der Delegation von Gläubigen aus der Diözese von Bangui, die mit S.E. Kardinal Fernando Filoni, dem Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker zusammengetroffen sind (s. Fides 2/7/2013).
Die Delegation wurde begleitet vom Erzbischof von Bangui, S.E. Mons. Dieudonné Nzapalainga, dem der Heilige Vater am Samstag 29. Juni in der Vatikan-Basilika am Tag der Hl. Apostel Peter und Paul das Pallium verliehen hat.
Herr Mokamanede beschrieb die dramatischen Situation seines Landes, die auch mehrfach von der katholischen Kirche (s. Fides 28/6/2013 und 4/7/2013) in der Folge der Gew3altaktionen der Rebellen von der Seleka-Koalition verurteilt wurde. Und es wurde erneut betont, dass in den Reihen dieser Koalition, abgesehen von einigen wenigen gebürtigen Zentralafrikanern, zahlreiche Tschadianer und Sudanesen als Söldner operieren, die die Lokalbevölkerung ihrer armseligen Habe berauben. „Das Sozialgefüge ist vollkommen zerrissen. Die Bevölkerung ist einem unmenschlichen Trauma ausgesetzt, was ion Selbstmord und Depression endet“, berichtete der Vertreter der Erzdiözese von Bangui.
Trotz der Schändungen ihrer Kultstätten, trotz Diebstählen und Plünderungen der Habe von Gemeinden, Missionen, Schulen und katholischen Gesundheitszentren hat die Kirche als erste die Initiative ergriffen eine interreligiöse Plattform zu schaffen, an der der Vorsitzende der muslimischen Gemeinde, der Vorsitzende der evangelischen Kirchen und der Erzbischof von Bangui teilnehmen; Ziel sind Befriedung und Hilfe für die leidende Bevölkerung.
Eine Kirche, die ihre Berufung bekräftigt, „das Salz auf der Erde und das Licht der Welt“ zu sein, die leidet, aber mit den Waffen der Liebe kämpft, in der Gewissheit evangelisch zu triumphieren (L.M.) ( Fidesdienst 5/7/2013)

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