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2013-06-05

AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Bischof von Bangassou: „Wir müssen bei den Armen bleiben“

Bangui (Fidesdienst) – „Ich bin wie immer zu Fuß unterwegs, denn es gibt keine andere Möglichkeit, nachdem alle Fahrzeuge unserer Diözese und der Missionare gestohlen wurden“, so Bischof Juan Jose Aguirre Munos von Bangassou in der Zentralafrikanischen Republik zum Fidesdienst.
„Es wurden uns alles gestohlen: 28 Fahrzeuge, 3 Motorräder und alle Medikamente aus unserer Apotheke. Die kinderärztliche Abteilung, das Haus der Franziskanerinnen und der Spiritaner wurden geplündert… die Liste ist lang“, so der Bischof. „Wir machen jedoch kein Drama daraus, denn es ist nicht das erste Mal, dass uns so etwas passiert. Wichtig ist es, dass wir bei den armen Menschen bleiben und unseren Sendungsauftrag fortführen. Wir halten das aus, wie die Apostel, die sagten, es sei eine Ehre für den Herrn geschlagen zu werden“, so Bischof Aguirre Munos weiter.
„Die Seleka-Rebellen sind nach der Machtübernahme noch nicht in der Lage, die Verwaltung wieder auf den Weg zu bringen. Die meisten Beamten halten sich versteckt, weil sie Angst vor Einschüchterungsmaßnahmen haben und es gibt auch kein Geld, um die Gehälter zu zahlen“, so der Bischof zur chaotischen Lage.
Wie der Bischof berichtet wurden rund zwei Dutzend junge Männer in Tombura (Südsudan) von einem Offizier der ehemaligen zentralafrikanischen Armee rekrutiert, um gegen die Rebellen zu kämpfen. „Diese Jugendlichen hatte man 150 Doller versprochen, damit sie in der Zentralafrikanischen Republik in den Kampf ziehen. Doch sie wurden schon kurz nach der Grenze in Obo aufgehalten, vielleicht von ugandischen Soldaten, die dort nach Rebellen der LRA suchen. Neun Jugendliche wurden getötet und die anderen festgenommen. Das Rote Kreuz hat 33 junge Männer wieder nach Tombura zurückgebracht und auch die Leichen der neun Ermordenten überführt“, so der Bischof.
„Wir hoffen nun, dass die Ankunft der afrikanischen FOMAC-Soldaten dabei helfen, in unserem Land die Ordnung wieder herzustellen“, so Bischof Aguirre Munos abschließend. (LM) (Fidesdienst, 05/06/2013)

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