AMERIKA/HONDURAS - Caritas prangert Gleichgültigkeit gegenüber Gewalt an

Samstag, 20 April 2013

Tegucigalpa (Fidesdienst) – „Die Menschen in Honduras tragen ein schweres Kreuz: die Gewalt. Wir gewöhnen uns an Gewalt, wie wir uns an die Abfälle gewöhnt haben“, beklagt Caritas Honduras in einer Verlautbarung.
„Mit einer Mordrate von 85,5 je 100.000 Einwohner ist die Situation schlimmer als in Ländern, in denen Krieg herrscht und verantwortlich dafür ist eine irrationelle und unaufhaltsame Welle der Gewalt und der Kriminalität, die unser Land überrollt, ohne dass das Volk konkret etwas unternimmt, um sie zu stoppen“, so das katholische Hilfswerk.
„Die Regierung hat angesichts der verzweifelten Lage im Zusammenhang mit dieser Welle der Gewalt zwar Maßnahmen ergriffen, wie zum Beispiel die Stationierung von Soldaten auf den Straßen, ein Gesetz, dass das Abhören von Mobiltelefonen ermöglicht“ heißt es in dem Text weiter, „Doch dies hat keine konkreten Ergebnisse gebracht. Im Gegenteil, Gewalt und Unsicherheit haben in den vergangenen Monaten zugenommen“.
Doch nach Ansicht der Caritas gibt es trotzdem Hoffnung: „Es ist noch nicht zu spät für heldenhafte Beschlüsse, die den politischen Willen zur Lösung dieses enormen Problems unter Beweis stellen: dazu sollten inkompetente Beamte entlassen werden und Hilfe von befreundeten Regierungen angenommen, die notwendigen Gesetze verabschiedet und Aktionen umgesetzt werden, die zeigen, dass das Versprechen der Gewaltbekämpfung ernst genommen wird“. (CE) (Fidesdienst 20/04/2013)


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