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2013-04-13

AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Neue Behörden ergreifen erste Maßnahmen zur Stabilisierung des Landes

Bangui (Fidesdienst) – In der Zentralafrikanischen Republik herrscht weiterhin Instabilität und Unsicherheit nach der Flucht des Präsidenten Bozizé nach der Eroberung der Hauptstadt Bangui durch die Rebellen des Seleka-Bündnisses am vergangenen 24. März. Seither wurden nach Angaben des Roten Kreuzes allein in Bangui 119 Menschen ermordet, 272 verletzt und 146 traumatisiert. Am 11. April veranstalteten verschiedene Jugendorganisationen Protestkundgebungen gegen die Gewalt der Aufständischen und Plünderungen. Auslöser der Proteste war der Mord am Fahrer eines Motorradtaxis, der von Männern des Rebellenbündnisses ermordet wurde. In Bangui und verschiedenen anderen Städten des Landes wurden öffentliche Einrichtungen, und Strukturen humanitärer Hilfswerke sowie Gebäude der Kirche geplündert.
Die neuen Behörden unternahmen jedoch auch erste Schritte zur Stabilisierung des Landes. In der Hauptstadt versuchten tschadische Soldaten der Mission der zentralafrikanischen Staaten (FOMAC) zusammen mit den Rebellen Zivilisten und bewaffnete Gruppen zur Abgabe der Waffen zu bewegen.
Der neuen „starke Mann“ des Landes, Michel Djotodia, kündigte die Bildung eines Nationalen Übergangsrates an. Der neue Organismus soll aus 105 Mitgliedern bestehen, von denen insgesamt 50 die Zivilgesellschaft (42), religiöse Gruppen (6) und die Diaspora (2) vertreten. (LM) (Fidesdienst, 13/04/2013)

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