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2013-03-08
AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Bischöfe: „Wir sind entsetzt über die Lebensbedingungen im Land“
Bangui (Fidesdienst) – Die Bischöfe der Zentralafrikanischen Republik prangern die „vollkommene Untätigkeit der Unterzeichner der Vereinbarungen von Libreville“ an. Der Vorwurf ist in einer Erklärung enthalten, die zum Abschluss einer außerordentlichen Versammlung der Zentralafrikanischen Bischofskonferenz (CECA) veröffentlicht. Am 11. Januar unterzeichneten die Regierung von Zentralafrika und die Rebellen des Seleka-Bündnisses Friedensvereinbarungen in Libreville, nachdem die Rebellen weite Regionen des Landes besetzt und mit einem Vormarsch auf die Hauptstadt gedroht hatten.
Bischof Desire Nestor Nongo Aziagbia von Bossangoa hebt das Entsetzen der Bischöfe über die Lebensbedingungen der Bevölkerung nach der Unterzeichnung der Vereinbarungen von Libreville hervor. „Wir stellen fest, dass die beteiligten Parteien untätig bleiben und nichts tun. Die Bevölkerung befindet sich in der Falle. Die Menschen leiden. Deshalb müssen Wege zur Befreiung der Menschen aus dieser Situation gefunden werden“.
Mitte Februar hatten die zentralafrikanischen Bischöfe sich bereit zu den dramatischen Lebensbedingungen im Land geäußert (vgl. Fidesdienst vom 21/02/2013). Bei einem jüngsten Besuch in den betroffenen Gebieten, die noch von den Rebellen kontrolliert werden, konnten sich Kirchenvertreter ein Bild von der Lage machen. „Die Situation ist beklagenswert“, so christliche und muslimische Religionsvertreter nach einem Besuch in Grimari, Bambari, Alindao und Mobayw. Erzbischof Dieudonne Nzapalainga von Bangui betont: „Ich war entsetzt, Wenn man diese vielen jungen bewaffneten Männer und die vielen verwüsteten Gebäude sieht, dann verbreitet sich ein Gefühl des Entsetzens. Wir haben auch die Angst der Menschen gespürt. All dies hat uns zutiefst betroffen gemacht“.
Der Imam Kobir Layama warnte davor, dass das Vorgehen der Seleka auch zu einem Konflikt zwischen Christen und Muslimen führen könnte. Dies alles sei abscheulich und verbittere ihn. Die christlichen und muslimischen Religionsvertreter planen eine gemeinsame Friedenskundgebung. (LM) (Fidesdienst, 08/03/2013)
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