AFRIKA/MALI - Weitere Auseinandersetzungen zwischen Armee und Rebellen und Proteste in der Hauptstadt

Donnerstag, 10 Januar 2013

Bamako (Fidesdienst) – „Wir wissen, dass es in der vergangenen Nacht in der Umgebung von Konna zu Gefechten zwischen der Armee und den Rebellen kam, doch die Behörden machten noch keine offiziellen Angaben zur Zahl der Toten und Verletzten“, so der Generalsekretär der Bischofskonferenz von Mali, Pfarrer Edmond Dembele, zum Fidesdienst. Konna befindet sich rund 70 Kilometer nördlich von Mopti, der Stadt in der Mitte des Landes an der Grenze zwischen den von der Armee und von den Rebellen, die seit März 2012 den Norden des Landes belagern, kontrollierten Gebieten.
Die Situation bleibt ungewiss, weil die Gespräche zwischen den Regierungsvertretern und den Rebellen, die in Burkina Faso stattfinden sollten, aufgeschoben wurden.
In der Hauptstadt Bamako kommt es weiterhin zu politischen Spannungen. „In diesem Moment kommen bereits zahlreiche Demonstranten in das Zentrum der Stadt, die dort gegen die Verschiebung der Gespräche der für die nationale Konzertierung protestieren, obschon Polizei, Gendarmerie und Armee Einheiten stationiert haben, die weitere Kundgebungen verhindern sollen“, so Pfarrer Dembele.
„Bei den gestrigen Kundgebungen wurde der Rücktritt des Staatschefs gefordert. Gleichsam bekräftigen die Demonstranten die eigene Unterstützung gegenüber der Armee“, so der katholische Geistliche weiter. Infolge von Protesten, an denen auch Schüler und Studenten teilnehmen, ließ die Regierung unterdessen Schulen und Universitäten in der Hauptstadt schließen. (LM) (Fidesdienst, 10/01/2013)


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