AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Caritas Goma hilft Opfern sexueller Gewalt in Flüchtlingslagern

Dienstag, 11 Dezember 2012

Kinshasa (Fidesdienst) – Dutzende Fälle sexueller Gewalt gegen Frauen werden aus den Flüchtlingscamps in der Nähe von Goma, der Hauptstadt des Nordkivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo gemeldet, wo seit Monaten die Rebellenbewegung M23 und andere bewaffnete Gruppen ihr Unwesen treiben.
Nach Angaben von Caritas Goma wurden allein in der Zeit vom 20. bis 30. November insgesamt 17 Fälle im Camp Mugunga 3 am Stadtrand von Goma gemeldet. Die Opfer bekräftigten, dass es sich bei den Tätern um unbekannte bewaffnete Männer handelt. In der Provinz sind Soldaten der kongolesischen staatlichen Streitkräfte, Rebellen und Mai-Mai-Krieger aktiv.
Um die 17 Frauen und Mädchen kümmert sich Caritas Goma mit Unterstützung von Spendengeldern aus Australien. Die Opfer sexuelle Gewalt werden unter verschiedenen Aspekten betreut: sie erhalten medizinische, psychologische, soziale, wirtschaftliche Versorgung und rechtlichen Beistand.
Schmerzlich sind insbesondere die sozialen Auswirkungen, wie Lycie Baganda vom Hilfsprogramm von Caritas Goma betont, „aus Angst, dass sie von ihrer Gemeinschaft ausgeschlossen werden, sprechen viele Frauen nicht über eine Vergewaltigung. Nur die schlimmsten Fälle, die bekannt werden, kommen zu uns“.
Sexuelle Gewalt gehört im Osten der Demokratischen Republik Kongo zu den schlimmsten und oft unbekannten Verbrechen des bewaffneten Konflikts in der Region. (LM) (Fidesdienst, 11/12/2012)


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