ASIEN/SYRIEN - Fahrer auf dem Rückweg vom Flughafen ermordet: er hatte zwei Bischöfe begleitet

Mittwoch, 5 Dezember 2012

Aleppo (Fidesdienst) – Der griechisch-katholischen Fahrer Youssef Karme war Vater von drei Kindern. Er war Fahrer der Schulbusse der armenisch-katholischen Schule in Aleppo und mit seinem Privatfahrzeug fuhr er oft auch Bischöfe und Priester der syrischen Metropole. Auf seiner letzten Fahrt begleitete er den armenisch katholischen Erzbischof Boutros Mrayati und den maronitischen Erzbischof Youssef Anis Abi-Aad sowie einen Priester zum Flughafen. Die Kirchenvertreter waren auf dem Weg in den Libanon um dort an der Versammlung der katholischen Bischöfe des Nahen Osten teilzunehmen, die derzeit in Harissa tagt. Auf dem Rückweg wurde er mit zwei Schüssen ermordet.
Die Umstände und der Verlauf des Attentats sind noch unklar. Aus Harissa berichtet der Erzbischof Marayati im Gespräch mit dem Fidesdienst: „Wir wissen nur, dass er ermordet wussten, aber wir wissen noch nicht von wem und wie. Wir wissen nicht ob aus der Nähe oder aus der Ferne geschossen wurde, ob Soldaten der syrischen Armee oder die Aufständischen die Schüsse abgefeuert haben. Der Weg zum Flughafen ist sehr gefährlich. Das Auto von Karme war der letzte Wagen in einem Konvoi mit fünf Fahrzeugen. Die anderen Fahrer fuhren schnell und bei der Ankunft in Aleppo bemerkten sie, dass er nicht mehr dabei war. Unter den anderen Fahren waren auch zwei Brüder des Ermordeten, die sofort zurückfuhren. Sein Auto war von der Straße abgekommen und er selbst war tot“.
Erzbischof Marayati bekräftigt im Gespräch mit dem Fidesdienst, dass Aleppo eine vom Konflikt verwüstete Stadt ist: „erst in der Vergangenen Woche wurde eine Bombe auf unsere Schule geworfen. In dem Moment war niemand im Gebäude, andernfalls hätte es ein Blutbad unter den Kindern gegeben“. (GV) (Fidesdienst, 05/12/2012)


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