AMERIKA/BOLIVEN - Kinder in Gefängnissen: Unterernährung und prekäre sanitäre Anlagen gefährden sie

Dienstag, 27 November 2012

La Paz (Fidesdienst) – Bolivien gehört zu den wenigen Ländern, in denen Kinder mit ihren inhaftierten Eltern in den Vollzugsanstalten zusammenleben. Dies ist jedoch für die Integrität dieser Kinder nicht ungefährlich, denn sie werden in ihrer Entwicklung durch Unterernährung, prekäre sanitäre Anlagen und mangelnde Bildungsangebote beeinträchtigt. Sie leben dort mit Verbrechern in einer gewaltbereiten Umgebung zusammen und bekommen meistens nur eine Mahlzeit am Tag. Wenn die Eltern keine Verdienstmöglichkeiten haben, ernähren sich die Kinder von den Resten der anderen. Viele von ihnen können sich nur einmal alle zwei Wochen waschen, es gibt keine medizinische Versorgung und viele schlafen unter dem Bett der Eltern oder in einer Ecke der Zelle. Hunderte Kinder von Kindern haben damit keine Hoffnung auf eine glückliche Zukunft, da zum Beispiel die Unterernährung bei Kindern im Alter unter fünf Jahren bleibende Schäden und Verzögerungen bei der körperlichen und geistigen Entwicklung verursacht. (AP) (Fidesdienst, 27/11/2012)


Teilen: