AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - M23 kündigt Rückzug aus Goma an: humanitäre Lage weiterhin ungewiss

Dienstag, 27 November 2012

Kinshasa (Fidesdienst) – Die Rebellen der M23 kündigten ihre Bereitschaft zum Rückzug aus Goma, der Hauptstadt des Nordkivu (im Osten der Demokratischen Republik Kongo) an, die sie in der vergangenen Woche eroberten. Die Rebellen scheinen damit dem internationalen Druck und der Gefahr einer Gegenoffensive der kongolesischen Streitkräfte nachzugeben.
Die Situation bleibt weiterhin ungewiss, insbesondere unter humanitären Gesichtspunkten. Wie aus dem jüngsten Bericht des Büros der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitären Hilfen (OCHA) hervorgeht, gibt es in Goma und Umgebung insgesamt 12 Aufnahmelager, in denen rund 140.000 Binnenflüchtlinge leben. Die Bedingungen, unter denen diese Menschen dort leben sind prekär und unsicher. Das Don-Bosco-Zentrum, das zu diesen Einrichtungen gehört, ist bereits überlastet. Ein weiteres Camp in Kanyaruchinya, wo 60.000 Menschen untergebracht sind, wurde infolge der Kämpfe in der vergangenen Woche evakuiert.
Am 25. November wurden neue Flüchtlingsströme aus Lushebere in Masisi gemeldet, wo es zu Kämpfen zwischen der kongolesischen Armee und Gruppen der Mai-Mai-Krieger kommt. Von dort werden gewaltsame Übergriffe auf Zivilisten gemeldet. Unterdessen werden die Hilfsprogramme fortgesetzt. Besorgniserregend sind aber auch Anti-Personen-Minen, die sich in der Region befinden und die eine ernsthafte Gefahr für die Zivilbevölkerung und die Mitarbeiter der Hilfswerke darstellen. (LM) (Fidesdienst, 27/11/2012


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