AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Jesuit Refugee Service erinnert an den vergessenen Krieg in Masisi

Freitag, 16 November 2012

Kinshasa (Fidesdienst) – „Im Laufe der vergangnen sechs Monate hatten die Soldaten der UN-Mission im Kongo (MONUSCO) die kongolesische Armee im Kampf gegen die Rebellenbewegung M23 in Rutshuru im Nordkivu (im Osten der Demokratischen Republik) unterstützt. Auf diese Weise – so das Flüchtlingshilfswerk der Jesuiten „Jesuit Refugee Service“ zum Fidesdienst, bleiben verschiedene Teile des benachbarten Distrikts Masisi ohne Schutz, wodurch anderen Rebellengruppen, die zum Teil offizielle mit der M23 verbündet sind, der Weg geebnet wurde“.
In den vergangenen 6 Monaten mussten über 230.000 aus dem Nordkivu fliehen. „Obschon die meisten Menschen vor dem Konflikt zwischen der Regierung und der M23 im Distrikt Rutshuru fliehen, verließen auch viele den Distrikt Masisi, infolge der dort auftretenden Gewalt“, heißt se in der Verlautbarung.
„Dies führt dazu“, so JRS, „dass die Menschen in Masisi sich schutzlos fühlen. Gewiss, müssen Zivilisten vor den Übergriffen der M23 geschützt werden, doch dies darf nicht zu Lasten anderer unschuldiger Menschen in anderen Teilen des Landes geschehen, darunter vor allem Kinder und Frauen. Die Menschen fühlen sich von der MONUSCO im Stich gelassen“.
Das Flüchtlingshilfswerk der Jesuiten erinnert daran, dass die eigenen Mitarbeiter vor Ort die Auswirkungen mit eigenen Augen sehen: „Die Menschen werden nicht nur Opfer der Gewalt, sondern besonders schwache Bevölkerungsgruppen wie Frauen, Kinder, ältere Menschen, Kranke und Behinderte werden auch nicht ausreichend von Hilfswerken versorgt.“ (LM) (Fidesdienst, 16/11/2012)


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