AFRIKA/MALI - Bevölkerung begrüßt militärisches Eingreifen im Norden: humanitäre Krise spitzt sich zu

Montag, 12 November 2012

Bamako (Fidesdienst) – „Die meisten Einwohner begrüßen den Beschluss der CEDAO/ECOWAS, die militärische Einheiten in den Norden Malis entsenden will“, so der Sekretär der Bischofskonferenz von Mali, Pfarrer Edmond Dembele, zum Fidesdienst. Am 11. November stimmten in Abuja (Nigeria) die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsländer der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft der Entsendung von 3.300 Soldaten zu, die die malische Armee bei der Rückeroberung der nördlichen Landesteile unterstützen sollen. Die Mission der internationalen Einheit soll zunächst ein Jahr dauern und wird vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit einer entsprechenden Resolution gebilligt werden müssen.
„Die Menschen warten seit langem auf ein starkes Signal seitens des Staates und der internationalen Organisationen bei der Bewältigung der Krise im Norden des Landes, denn in der Region werden die lebensnotwendigen Güter knapp“, so Pfarrer Dembele. „Das Rote Kreuz warnt davor, dass 150.000 Menschen von einer Lebensmittel- und Trinkwasserknappheit bedroht sind. Es wird befürchtet, dass sich mit Beginn der Militäroperationen die humanitäre Lage in der Region für die Menschen im Norden und die Vertriebenen weiter zuspitzen könnte“, so der Priester abschließend, der daran erinnert dass es im Norden des Landes weiterhin zu gewaltsamen Übergriffen auf die Zivilbevölkerung kommt. (LM) (Fidesdienst, 12/11/2012)


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