AMERIKA/PANAMA - Kirche fordert Frieden und Dialog nach dem Tod eines Kindes bei den Unruhen im Kampf und die Freihandelszone Colón

Montag, 22 Oktober 2012

Panama (Fidesdienst) – Wie aus jüngsten Berichten vorgeht, die dem Fidesdienst vorliegen, zieht die Regierung im Panama die nach den Unruhen vom 19. Oktober, bei denen ein Kind ums Leben kam und mindestens 20 Personen verletzt wurden, den Verkauf der Grundstücke in der Freihandelszone (ZLC) in Betracht. Während es zu den Unruhen in dem rund 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt gelegenen Stadt Colon kam, billigte der Präsident des Landes, Ricardo Martinelli, ein Gesetz, dass den Verkauf dieser Grundstücke ermöglicht. Vertreter verschiedener Institutionen und die katholische Kirche lehnen einen solchen Verkauf ab.
Bischof Audilio Augilar Aguilar von Colon-Kuna äußerte diese Ablehnung am 19. Oktober öffentlich und forderte dabei Bereitschaf zu Frieden und Dialog. Der Minister im Präsidentenamt, Roberto Henriquez gab bekannt, dass er gemeinsam mit Bischof Aguilar einen Dialog mit Vertretern der verschiedenen Gruppen auf den Weg bringen werde. Unterdessen wurde für den heutigen 22. Oktober ein Generalstreik angekündigt. Der Gewerkschaftsverband „Fronte Amplio de Colón“ wird sich dem Streik anschließen und drohte mit einer Blockade aller Zufahrtsstraßen zur Hafenstadt am Panamakanal. Die ZLC in Panama ist nach Hongkong die größte Freihandelszone der Welt. (CE) (Fidesdienst, 22/10/2012)


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