AFRIKA/MALI - Sekretär der Bischofskonferenz: „Die Bevölkerung begrüßt das Eingreifen internationaler Truppen zur Befreiung des Nordens“

Freitag, 28 September 2012

Bamako (Fidesdienst) – „Die Mehrheit der Einwohner von Mali begrüßen die Bitte um das Eingreifen afrikanischer Einheiten zur Befreiung des Nordens“, so der Sekretär der Bischofskonferenz von Mali, Pfarrer Edmond Dembele zum Fidesdienst. In den vergangenen Tagen hatte Mali offiziell um eine Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen gebeten, die eine Entsendung militärischer Einheiten aus den Ländern der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (CEDEAO) genehmigt (vgl. Fidesdienst vom 25/09/2012). „Die Menschen sind der Ansicht, dass es an der Zeit ist, einzugreifen und man nicht länger unschlüssig bleiben darf“, so Pfarrer Dembele.
Der Sekretär der Bischofskonferenz bestätigt, dass sich die Lage in Bamako nach zweitägigen Protesten der Polizeibeamten wieder beruhigt hat: „Es gibt drei Polizeigewerkschaften, von denen nicht alle bei anstehenden Beförderungen berücksichtigt worden waren. Doch die Proteste haben sich wieder beruhigt“.
„Diejenigen, die die Möglichkeit haben, fliehen aus dem Norden“, so Pfarrer Dembele. „Die Verkehrsverbindungen, die noch aufrechterhalten bleiben, werden von vielen Menschen auf der Flucht in Anspruch genommen. Die Flüchtlinge klagen über die einschränkenden Lebensbedingungen, die die Extremisten vor allem den Frauen auferlegen“.
„Obschon Hilfsprogramme auf den Weg gebracht wurden spitzt sich die humanitäre Lage stetig zu“, so Pfarrer Dembele abschließend, „Die Flüchtlinge aus Mali, die sich in den Nachbarländern aufhalten, leben dort weiterhin unter schwierigen Bedingungen, doch es wird kaum mehr darüber gesprochen. Auch im Süden des Landes stehen für Binnenflüchtlinge keine angemessenen Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung“. (LM) (Fidesdienst, 28/09/2012)


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