AFRIKA/MALI - Zwei bewaffnete Gruppen kämpfen gegen die Unabhängigkeitsbewegung im Norden Malis

Dienstag, 12 Juni 2012

Bamako (Fidesdienst) – Die Lage im Norden von Mali, der seit mehreren Monaten von zwei Unabhängigkeitsbewegungen (MNLA und Ansar al Dine) kontrolliert wird, wird zunehmend komplizierter. Gegen die Tuaregh mobilisieren sich zwei weitere Völker in der Region, die ihre eigenen Territorien schützen wollen. Die Gruppe Ganda Izo gab in einer Verlautbarung bekannt, dass sie beabsichtige „die territoriale Integrität zu verteidigen“. „Ganda Izo gibt es schon länger, doch nun hat sich die Bewegung neu aufgestellt, um die MNLA und die Ansar al Dine aus der Region zu vertreiben“, so der Sekretär der Bischofskonferenz von Mali, Pfarrer Edmond Dembele. „Ganda Izo setzt sich vor allem aus Songhai zusammen, doch sie steht auch für andere Völker offen. Doch es hat sich eine weitere Gruppe aufgestellt, die aus Arabern besteht, die für die Befreiung der Region Tumbuktu kämpfen“. „Diese Gruppen“, so Pfarrer Dembele weiter, „wollen die Tuaregh aus den Gebieten um Tumbuktu und Gao vertreiben und die Einheimischen schützen. Die Region Gao wird vor allem von Peuls und Songha bewohnt, während in Tumbuktu vorwiegend Araber leben. Die Tuaregh sind hingegen in Kidal in der Überzahl. Die in Tumbuktu und Gao in der Mehrheit lebenden Völker wollen nun ihr Territorium von der ihrer Meinung nach illegalen Besatzung befreien“, so Pfarrer Dembele abschließend. (LM) (Fidesdienst, 12/06/2012)


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