AMERIKA/HONDURAS - Appell der Kirche für entführten Journalisten: seit 2003 wurden insgesamt 28 Journalisten ermordet

Samstag, 12 Mai 2012

Tegucigalpa (Fidesdienst) – Der Erzbischof von Tegucigalpa (Honduras), Kardinal Oscar Andres Rodriguez Maradiaga, und der Verband der Medienschaffenden des mittelamerikanischen Landes verurteilen die Entführung des Journalisten Alfredo Villatoro. Der 47jährige Villatoro wurde von Unbekannten am Mittwoch, den 9. Mai, verschleppt. Er befand sich auf dem Weg zu den Studios des Radiosenders HRN, für den er seit 20 Jahren tätig war. Wie die Polizei mitteilt, gibt es bisher noch keine Indizien zu dem Verbrechen.
„Wir verurteilen die Gewalt und beten zu Gott, damit er die Herzen der Entführer berühren und sie zur Rückkehr auf die Wege des Herrn bewegen möge“, so Kardinal Rodriguez in einem von Radio HRN ausgestrahlten Beitrag. In diesem Zusammenhang wünschte sich der Kardinal auch, dass die Entführer das Leben der Geisel respektieren. Alle Pfarreien in Honduras „beten gemeinsam zu Gott, damit der Journalist am Leben bleiben möge und die Entführer unser Land nicht mit weiterem Blut verschmutzen“, so der Kardinal. Wie die Menschenrechtskommission in Honduras mitteilt, wurden in dem Land seit 2003 insgesamt 28 Journalisten ermordet. Davon wurden 22 Fälle bisher nicht aufgeklärt. (CE) (Fidesdienst, 12/05/2012)


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