AMERIKA/ECUADOR - Indigenenverband demonstriert in Quito gegen das Gesetz zur Wassernutzung und Bestimmungen für den Bergbau

Mittwoch, 21 März 2012

Quito (Fidesdienst) – Über 500 Indios werden morgen in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito an einer Demonstration teilnehmen, bei der sie gegen das Gesetz zur Wassernutzung und die neuen Bestimmungen für den Bergbaussektor protestieren. Dies berichten einheimische Nachrichtenagenturen. Der Vorsitzende des Indigenenverbandes CONAIE (Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador) Humberto Cholango bestätigte gegenüber der Presse, dass die Demonstranten die von der Föderation unterstützten Forderungen vertreten werden. Die Demonstranten machten sich am 8. März im Rahmen eines Sternmarsches in El Pangui, rund 700 Kilometer von Quito entfernt, auf den Weg.
Die Demonstration wurde unterdessen von der Regierung verboten, die die umstrittenen Gesetze und Bestimmungen derzeit noch prüft. Ein Vertreter der Regierung bekräftigte in diesem Zusammenhang „sie sind 500 und wir sind 50.000“, die den Bergbau auf großer Ebene befürworten, wie auch Vereinbarungen im Hinblick auf eine Genehmigung für die Firma „Ecuacorriente“ zum Abbau von Kupfer in El Pangui unter Beweis stellen.
Die Föderation der Indios hingegen betont, sie vertrete ein Drittel der Gesamtbevölkerung Ecuadors (14,3 Millionen Einwohner) und habe zum Sturz früherer Präsidenten, darunter Abdala Bucaram (1997) und Jamil Mahuad (2000) beigetragen. Der gegenwärtige Präsident Rafael Correa schließt eine weitere Amtszeit bis 2017 nicht aus, da er nach den Umfragen die Unterstützung der Mehrheit genießt, und behauptet, hinter der Demonstration verberge sich der Versuch der Destabilisierung der Regierung. (CE) (Fidesdienst, 21/03/2012)


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