AMERIKA/VEREINIGTE STAATEN - Todesurteile in Florida: Bischöfe beklagen in einem Schreiben an den Gouverneur steigende Tendenz

Mittwoch, 15 Februar 2012

Miami (Fidesdienst) – Erzbischof Thomas Wenski von Miami bittet zusammen mit den fünf Bischöfen des Staates Florida in einem Schreiben an den Gouverneur Rick Scott um eine Aussetzung der Vollziehung des Todesurteils gegen Robert Waterhouse und die Umwandlung des Urteils in lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung. „Diese Maßnahme würde die Überzeugung unter Beweis stellen, dass jeder Mensche eine einzigartige Würde besitzt und sein Leben heilig ist. Dadurch würde Gott als Herr des Lebens anerkannt und man würde dem Geist des Evangeliums entsprechen“, heißt es in dem Schreiben vom 13. Februar. Das Todesurteil gegen Robert Waterhouse soll am heutigen 15. Februar mit einer Todesspritze in der Vollzugsanstalt in Starke im Norden von Florida vollzogen werden.
In ihrem Schreiben beklagen die Bischöfe die geplante steigende Tendenz bei den Hinrichtungen: seit August 2011 wurde alle drei Monate ein Todesurteil vollzogen. Deshalb fordern die Bischöfe den Gouverneur auf, keine weiteren todesurteile zu unterzeichnen.
Die Verteidigung legte in der vergangenen Woche Berufung gegen die Hinrichtung von Waterhouse ein, doch der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat sich bisher nicht dazu geäußert. In Florida wurden seit der Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1976 insgesamt 71 Todesurteile vollzogen. (Fidesdienst, 15/02/2012)


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