AFRIKA/LIBYEN - Bischof Martinelli: „Libyen hat eine lange Tradition des gemäßigten Islam“

Donnerstag, 27 Oktober 2011

Tripolis (Fidesdienst) – „In Libyen gibt es eine lange Tradition der Religiosität und des Gleichgewichts und das Land war nie fundamentalistisches geprägt“, so der Apostolische Vikar von Tripolis, Erzbischof Giovanni Innocenzo Martinelli, zum Fidesdienst. Am 23. Oktober erklärte der Vorsitzende des Libyschen Übergangsrates, Mustafa Abdel Jalil, in Bengasi die islamischen Gesetze der Schariah zur Grundlage der künftigen Gesetzgebung in Libyen nach dem Sturz des Regimes Gaddafi. Dies beurteilen viele Beobachter skeptisch. „Der Bezug auf die Schariah stellt für mich die Absicht unter Beweis, dass eine Verfassung geschrieben werden soll, die sich auf der Grundlage der religiösen Prinzipien des Islam in den Dienst des Menschen stellt.“, so der Apostolische Vikar von Tripolis, „In diesem Sinne kann es als positiver Beitrag zum Wiederaufbau der Einheit des Landes betrachtet werden“. (LM) (Fidesdienst, 27/10/2011)


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