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Africa

2011-07-30

AFRIKA/ÄTHIOPIEN - Der Heilige Justinus de Jacobis, Evangelisierer Äthiopiens

Addis Abeba (Fidesdienst)- Am 31. Juli wird der Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, S. E. Fernando Filoni in der Kirche von San Fele den Zyklus der Feierlichkeiten aqnlässlich des 150. Todestages des Hl. Justinus De Jacobis beschließen, der Äthiopien evangelisiert hatte.
Zum besseren Verständnis der Person des Heiligen geben wir hier einige biographische Angaben aus der Webseite der italienischen katholischen Kirche wieder.
Der Hl.Justinus de Jacobis wurde in San Fele (Potenza, Italien) am 9. Oktober 1800 geboren. Um1812 siedelte er mit seiner Familie, möglicherweise aus wirtschaftlichen Gründen nach Neapel um. Neben seinen literarischen und humanistischen Studien befasste sich Justinus intensiv mit dem spirituellen Leben; 1818 erahnte der Karmeliter-Pater Mariano Cacace die Berufung des jungen Mannes und führte ihn der Gemeinschaft der Vinzenz-Missionaren zu. Zur Fortführung seiner Studien ging Justinus dann nach Apulien und dort wurde er 1824 zum Priester geweiht. 1836 ging er nach während der Cholera-Epidemie nach Neapel zurück, wo jeden Tag bis zu 100 Menschen an der Krankheit starben. In dieser Situation konnte der Priester aus San Fele seinen Aufopferungsgeist bei der Betreuung von vielen Kranken unter Beweis stellen, um die sich die Vincenziarer kümmerten. 1838 eröffnete der Vinzenz-Pater Giuseppe Sapeto eine Mission in Massaua, und als er feststellte welche Anstrengungen dies forderte, informierte er mehrmals Papst Gregor XVI. Über die Notwendigkeit mehr Hilfe zu bekommen. So kam es, dass Kardinal Fransoni, der Präfekt der Römischen Kongregation, der Justinus in Neapel kennen und schätzen gelernt hatte, dem Generalprokurator der Vinzenzianer vorschlug Justinus zur Annahme der Mission in Äthiopien aufzufordern. Dieser hatte bereits zuvor schon seinen Wunsch nach Entsendung in Auslandsmissionen zum Ausdruck gebracht und nahm die Aufforderung an. So begann er am 24. Mai 1839 seine Reise nach Äthiopien und über Malta, Naxos (Griechenland), Syrien, Alexandria, Kairo und Massaua gelangte er am 13. Oktober nach Adua, wo er P. Giuseppe Sapeto, den Gründer der dortigen Mission antraf. Justinus wurde die Region des Tigrè zugeteilt; er siedelte sich in Adua an.
Nach Adua gründeten Justinus und seine große eingeborene Anhängerschaft weitere Missionszentren in Gondar, Enticciò, Guala, Alitiena, Halai, Hebo, Cheren. In Guala gründete Justinus sein Seminar mit dem Ziel einen Ort zu haben, an dem das katholische Credo den lokalen Geistlichen gelehrt werde. Das war für den italienischen Geistlichen die Erfüllung einer festen Überzeugung, nach der, wie er selbst schrieb, „ein tief katholischer und ausreichend gebildeter abessinischer Priester dank seiner perfekten Kenntnisse von Sprache, Gebräuchen und Vorurteilen seiner Landsleute (eine kenntnis, die ein Europäer nur schwerlich haben kann) mit wesentlich größerem Erfolg als ein Europäer arbeiten kann.“ Von all den Orten, die Justinus de Jacobis in seinem Missionarsleben bereist hat, kommt der Stadt Hebo besondere Bedeutung zu; so sind auch seine Gebeine dort begraben und werden von beachtlichen Pilgermengen aus allen Gegenden Äthiopiens verehrt.
Am 8. Januar 1849 wird Justinus zum Bischof geweiht. Im Juli 1854 wurde ein Edikt erlassen, demzufolge das Volk gezwungen wurde sich demm schismatischen Glauben anzuschließen, andernfalls hätten die Missionare Äthiopien unmittelbar verlassen müssen. Die Missionare ignorierten diesen Befehl des Ras uund wurden verhaftet. Justinus verbrachte 4 Monate in einer winzig kleinen Zelle. Doch der Hass und die Grausamkeit, mit denen die Missionare behandelt wurden weckten jedoch ein starkes Solidaritätsgefühl in der Bevölkerung, und so kam es dass Justinus im November 1854 frei gelassen wurde.
Nachdem sein Mitbruder Ghebrè Michael an den Folgen der Folterungen im Gefägnis gestorben war – die Kirche sprach ihn am 30. September 1926 selig – ging Justinus nach Gondar zurück, wo er sich u.a. für die Cholerakranken einsetzte; die Epidemie war 1858 ausgebrochen. Er starb am 31. Juli 1860 im Tal von Alghedien, auf dem Pfad, der von Massaua in die Hochebene von Halai führte.(L.M.) ( Fidesdienst 30/7/2011)

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