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Europa

2010-03-11

EUROPA/ÖSTERREICH - Zisterziensermönche aus dem Stift Heiligenkreuz beginnen ein Klosterprojekt in Sri Lanka

Wien (Fidesdienst) – Am 14. März werden vier Zisterziensermönche aus dem Stift Heiligenkreuz bei Wien nach Sir Lanka gehen. Seit 2001 befinden sich junge Männer aus der Erzdiözese Colombo in Sri Lanka in Stift Heiligenkreuz, um dort im zisterziensischen Leben ausgebildet zu werden. Nun bat Erzbischof Malcolm Ranjith von Colombo um ihre Rückkehr in die Heimat, wo sie ein Klosterprojekt beginnen und das klösterliche zisterziensische Leben in dem asiatischen Land verbreiten sollen. Auf Bitten des Erzbischofs wird Abt Gregor Henckel Donnersmarck P. Kosmas Thielmann mitschicken, der den jungen Srilankern in der Anfangsphase des „Sri Lanka“-Projekts beistehen soll.
Die Idee zum Projekt entstand bereits vor vielen Jahren und ging seither durch viele Schwierigkeiten. Beim letzten Kapitel im Februar konnte der Abt von Stift Heiligenkreuz nun über die wichtige Entscheidung zum Start des Projekts und der Entsendung der Mönche informieren. Zunächst werden die vier Mönche ein Studienhaus in Negomo, rund 30 Kilometer nördlich von Colombo, der Hauptstadt Sri Lankas, beziehen.
„Wir bitten um das Gebet für den Erzbischof von Colombo und sein Gründungsprojekt, wir werden das Unsrige dazu beitragen, dass klösterliches zisterziensisches Leben auf Sri Lanka entsteht“, so Abt Gregor Henckel Donnersmarck. „Asien ist offen für Christus, unsere dortigen Zisterzienserklöster gehen über vor Berufungen…“ In Sri Lanka gibt es eine lange Tradition buddhistischer Mönche, während das christliche Mönchtum bisher unbekannt ist. Das neue Kloster wird zunächst als Einrichtung des diözesanen Rechts mit kontemplativem Charakter gegründet, soll aber in der Zukunft eventuell in den Orden der Zisterzienser aufgenommen werden.
Bei seinem Besuch in Stift Heiligenkreuz anlässlich seiner Wallfahrt nach Mariazell erinnerte Papst Benedikt XVI. die nach der benediktinischen Regel lebenden Mönche am 9. September 2007 daran: „Euer erster Dienst für die Welt muss das Gebet und die Feier des Gottesdienstes sein“. (MS) (Fidesdienst, 11/03/2010)

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