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Asia

2004-06-18

EUROPA/ITALIEN - Weltflüchtlingstag: „Jeder Mensch braucht einen Ort, den er mit einem Gefühl von Heimat verbindet“. Im Jahr 2003 sank die Zahl der Flüchtlinge weltweit um 18%; in Europa leben insgesamt rund 5,4 Millionen Flüchtlinge, darunter 23.000 in Italien

Rom (Fidesdienst) - „Jeder Flüchtling wünscht sich vor allem einen Ort, mit dem ihn ein Gefühl von Heimat und Zugehörigkeit verbindet … und alles, was damit zusammenhängt: Familie, Akzeptanz, Sicherheit, Zugehörigkeit und Selbstwertgefühl“, so der Flüchtlingshochkommissar der Vereinten Nationen, Rud Lubbers anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni unter dem Motto „Eine Heimat finden“.
In Italien leben heute rund 23.000 Flüchtlinge: davon sind 13.000 auf der Grundlage der Genfer Konvention als solche anerkannt, während 10.000 humanitären Schutz genießen. Im Laufe des Jahres 2003 hat die Kommission für die Anerkennung des Flüchtlingsstatus insgesamt 11.319 Asylanträge bearbeitet: davon wurden nur 555 bewilligt, während 3.358 abgelehnt wurden und es sich in 7.348 Fällen um Ausländer handelte, die nicht mehr auffindbar waren. Im Rahmen des italienischen Asylprogramms (PNA) sind bei insgesamt über 11.000 im Laufe des Jahres 2003 eingegangenen Asylbewerbungen jedoch insgesamt nur 2.100 Asylplätze vorgesehen. Im Rahmen des PNA-Programms (an dem 80 Kommunalverwaltungen beteiligt sind) wurden von 2001 bis 2003 4.265 Flüchtlinge untergebracht.
Allein in der Region Emiglia-Romagna wurden 2002 auf der Grundlage der PNA-Projekte 39 Menschen in Parma, 109 in Modena, 87 in Forli und 95 in Ravenna untergebracht. Erst vor kurzem wurden zwei neue Projekte bewilligt: eines in der Provinz Parma (25 Asylplätze in Forli) und in der Stadt Bologna, wo die bisher 16 vorgesehenen Asylplätze auf 28 aufgestockt wurden. In Ferrara wurden im Rahmen eines neuen Flüchtlingsprotokolls 12 Ausbildungsplätze für junge Asylbewerber und Flüchtlinge geschaffen. Insgesamt wird die Zahl der Flüchtlinge in der Region Emiglia-Romagna auf rund 2.000 geschätzt.
Im Jahr 2003 wurden in 141 Ländern auf der ganzen Welt insgesamt 807.000 Asylanträge gestellt. Bei den Asylbewerbern handelte es sich größtenteils um Bürgern der Russischen Föderation (38.900), China (37.100) und Serbien-Montenegro (36.700). Diese vom Flüchtlingshochkommissariat der Vereinte Nationen veröffentlichten Daten schließen rund 4 Millionen palästinensische Flüchtlinge aus dem Libanon, Syrien, Jordanien, dem Westjordanland und dem Gazastreifen aus, die vom Hilfswerk der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge betreut werden. (AP) (Fidesdienst, 18/6/2004 - 32 Zeilen, 354 Worte)

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