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Africa

2004-05-27

AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPBUBLIK KONGO - Erneute Gefechte in Bukavu im Osten des Kongo. Reelle Ausmaße der Vorkommnisse sind bisher noch unbekannt.

Kinshasa (Fidesdienst) - „Die Situation ist nicht ganz klar und es ist nicht einfach zu verstehen, was tatsächlich geschehen ist“, so ein Sprecher des Generalats der Xaverianer Missionare, die mit den ihren Mitbrüdern in Bukavu (im Osten der Demokratischen Republik Kongo) in Kontakt sind, wo es zu heftigen Gefechten gekommen sein soll. „Es finden in einem Gebiet am Rand der Stadt an der Grenze zum benachbarten Ruanda immer noch Schusswechsel statt“, so der Sprecher der Xaverianer Missionare.
„Die Guerillagruppen, die eigentlich in die neue vereinte Armee integriert wurden, haben eine Gruppe von Soldaten angegriffen, die dem Gouverneur nahe stehen und von der Zentralregierung in Kinshasa hier stationiert wurden.“, so die Fidesquellen, „Die Blauhelme der Vereinten Nationen (MONUC) haben die gegnerischen Parteien voneinander getrennt. Doch es gibt noch keine genauen Angaben über die Zahl der Opfer und es ist noch zu früh, um das genauer Ausmaß der Vorkommnisse beurteilen zu können“.
Aufgrund der 2003 unterzeichneten Friedensvereinbarungen sollen alle bewaffneten Gruppen im Kongo aufgelöst und in eine neue vereinte Arme des Landes integriert werden. Am vergangenen 18. März hatte die erste integrierte Einheit der neuen Streitkräfte die Ausbildung abgeschlossen. Es handelt sich dabei um rund 850 Soldaten aus den ehemaligen Regierungstruppen und aus verschiedenen Guerillabewegungen, die im Osten des Landes agieren. Die Soldaten wurden sechs Wochen lang gemeinsam ausgebildet, wobei vor allem Strategien zur Friedenssicherung im Mittelpunkt des Ausbildungsprogramms standen. Zwei weitere Einheiten der neuen Streitkräfte werden derzeit gebildet.
Der Fidesdienst hatte bereits mehrmals von der Sorge der Ortskirche hinsichtlich eines möglichen erneuten Ausbruchs der Gewalt in der Kivu-Regioon und insbesondere in Bukavu berichtet (vgl. Fidesdienst vom 22. September 2003 und vom 10. Oktober 2003) (LM) (Fidesdienst, 27/5/2004 - 28 Zeilen, 291 Worte)

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