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Africa

2004-05-13

AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Caritas hilft kongolesischen Staatsbürgern nach der Zwangsausweisung aus Angola

Kinshasa (Fidesdienst) - Caritas Congo hilft den kongolesischen Staatsbürgern nach der Zwangsausweisung aus Angola (vgl. Fidesdienst vom 21. und 26. April). Angaben der Nachrichtenagentur der Bischofskonferenz der Demokratischen Republik Kongo, DIA, zufolge, besuchten Mitarbeiter der Caritas Congo und des katholischen Hilfswerks der Vereinigten Staaten Catholic Relief Service den Süden der Demokratischen Republik Kongo, wo sich tausende kongolesischer Staatbürger aufhalten, die aus Angola ausgewiesen wurden. Im Rahmen ihrer gemeinsamen Mission besuchten die Vertreter der katholischen Hilfswerke die Orte Tshikapa in der Diözese Luebo und Tembo in der Diözese Popokabaka. Die aus Angola ausgewiesen Kongolesen sollen dort unter unmenschlichen Bedingungen leben.
In Tembo leitete Caritas Congo in Zusammenarbeit mit der örtlichen Caritas-Zentrale ein Programm in die Wege, in dessen Rahmen täglich 15.000 Menschen mit Lebensmitteln und anderen Gütern versorgt werden sollen, darunter proteinreiche Kekse, Seife, Decken.
In der Diözese Luebo betreut Caritas Congo in Zusammenarbeit mit anderen Partnerorganisationen über 10.000 Ausgewiesene. Doch allein in der Stadt Tembo (Diözese Popokabaka) halten sich nach Angaben der örtlichen Behörden rund 80.000 Flüchtlinge auf.
Neben den Programmen zur Verteilung von Lebensmitteln und anderen Gütern versucht Caritas Congo auch die örtlichen Caritas-Zentralen durch die Bereitstellung von qualifiziertem Personal bei der Betreuung der aus Angola ausgewiesenen kongolesischen Staatsbürger zu unterstützen.
Nach Angaben von Caritas Congo gibt es in der Demokratischen Republik Kongo auch zahlreiche Notsituationen, die infolge des 1998 ausgebrochenen Bürgerkriegs entstanden sind. Zur Überwindung dieser Notsituationen will Caritas die Zentralen des Hilfswerks in den einzelnen Diözesen ausbauen und die Solidarität unter den Einwohnern des Landes fördern. Caritas-Zentralen verschiedener Diözesen des Landes stellen unterdessen bereits Hilfen und Personal für die beiden Diözesen im Süden der Demokratischen Republik Kongo zur Verfügung, in denen sich die Ausgewiesenen größtenteils aufhalten. (LM) (Fidesdienst, 13/5/2004 - 30 Zeilen, 295 Worte)

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