Tel Aviv (Fides) – Als „historischen Moment“ und Beginn eines neuen Kapitels bezeichnete Abdirahman Mohamed Abdullahi, Präsident von Somaliland, seinen Besuch in Israel, dem ersten Staat, der Somaliland am 26. Dezember 2025 offiziell anerkannte.
Abdullahi traf an diesem Sonntag (14. Juni) in Israel ein wurde dort vom israelischen Präsidenten Isaac Herzog, Premierminister Benjamin Netanjahu, Außenminister Gideon Sa'ar und weiteren Regierungsvertreter empfangen. Höhepunkt des Besuchs war die Eröffnung der somalischen Botschaft in Jerusalem. Bei dieser Gelegenheit wurde auch eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung; Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Infrastruktur; Technologie, Gesundheitswesen und wirtschaftliche Entwicklung; sowie Handel und Investitionen in Produktion und Infrastruktur unterzeichnet.
Israels Partnerschaft mit Somaliland, einer Region, die sich 1991 vom Rest Somalias abspaltete, baut auf früheren informellen Beziehungen auf und steht im Einklang mit den strategischen Interessen des jüdischen Staates am Horn von Afrika und im Roten Meer. Zu den Hauptzielen gehört die Bekämpfung der vom Iran unterstützten Huthis im Jemen. Laut einigen Quellen unterhält Israel bereits einen Militärstützpunkt in Somaliland, der möglicherweise mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, einem weiteren wichtigen Unterstützer der abtrünnigen Region, geteilt wird.
Die Zusammenarbeit zwischen Israel und Somaliland ist bei Somalia, das Somaliland weiterhin als integralen Bestandteil seines Territoriums beansprucht, sowie bei mehreren arabischen, islamischen und afrikanischen Ländern, die darin eine Verletzung der somalischen Souveränität und territorialen Integrität sehen, auf Ablehnung gestoßen. Insbesondere die Türkei und Ägypten haben ihre militärische Zusammenarbeit mit Mogadischu verstärkt.
(L.M.) (Fides 16/6/2026)