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Nzara (Fides) – Das „St. Theresa Mission Hospital“ in Nzara hat eine umfassende Aufklärungskampagne für die katholische Diözese Tombura-Yambio auf den Weg gebracht, in deren Rahmen die Vorsichtsmaßnahmen gegen die anhaltenden Ebola-Epidemien in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda erläutert werden. Dabei wird die Bedeutung von Prävention und Wachsamkeit hervorgehoben, wobie es im Südsudan bisher keine bestätigten Fälle gab.
Bei einer Informationsveranstaltung die an diesem Donnerstag (4. Juni) in den Räumlichkeiten der Diözesanverwaltung stattfand, wurde die die wachsende Besorgnis um die öffentliche Gesundheit in der Region angesichts der bestätigten Fälle in den Nachbarländern unterstrichen. Der Südsudan, in dem 1976 im Bezirk Nzara erstmals eine Ebola-Epidemie auftrat, bleibt aufgrund der Nähe zu den betroffenen Regionen und der historischen Bedeutung der Krankheit in seinem Gebiet besonders in Allarmbereitschaft (vgl. Fides 27/05/2026).
Bischof Barani Eduardo Hiiboro Kussala von der Tombura Yambio dankte dem Missionskrankenhaus und der „Catholic Organization for Development and Peace“ (CODEP) für die Förderung der Initiative und würdigte die Bedeutung proaktiver Gesundheitsaufklärung. Er mahnte alle Teilnehmenden zur Wachsamkeit. Der Bischof betonte zudem die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen und warte vor der reellen Gefahr von Ebola, die er als „eine äußerst gefährliche Krankheit“ bezeichnete, „die im Alltag besondere Vorsicht erfordert“. Er rief Regierungsbehörden, internationale Partner, Gemeinden und Wissenschaftler dazu auf, Forschung und Aufklärungskampagnen zum Virus zu intensivieren und die potenzielle Gefahr für den Alltag und die Gesundheitssysteme der Gemeinden hervorzuheben. Dabei bat er Gemeinden, zivilgesellschaftliche Organisationen und Nichtregierungsorganisationen, Verdachtsfälle umgehend den Gesundheitsbehörden zu melden. Darüber hinaus forderte er regelmäßige Aufklärungsveranstaltungen in allen lokalen Sprachen, um alle Gemeindemitglieder unabhängig von Bildungsstand oder Sprachkenntnissen zu sensibilisieren.
Das katholische „Saint Teresa Missionary Hospital“ in Nzara spielt eine Schlüsselrolle im diözesanen Gesundheitssystem und dient als Anlaufstelle für Gesundheitspersonal aus der gesamten Diözese, das sich über Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen gegen Ebola informiert. Laut lokalen Gesundheitsbehörden sollen die gemeinsamen Initiativen der Diözese, des Krankenhauses, von CODEP, Regierungsbehörden und Gemeindeorganisationen die Ausbreitung von Ebola in Südsudan verhindern und die Gesundheit und das Wohlergehen gefährdeter Bevölkerungsgruppen im Bundesstaat Western Equatoria schützen.
An der Informationsveranstaltung nahmen Mitarbeiter der Diözese Tombura-Yambio und von CODEP, Vertreter der „Eve Organization“, Priester, Verantwortliche und Mitarbeitende der Diözesanverwaltung teil. Die vielfältige Beteiligung von Vertretern kirchlicher und zivilgesellschaftlicher Organisationen unterstreicht den kooperativen Ansatz im Bereich der Gesundheitssicherheit.
(AP) (Fides 5/6/2026)