AMERIKA/KOLUMBIEN - Im Vorfeld der Präsidentschaftswahl: Bischöfe appellieren an Priester

Donnerstag, 21 Mai 2026

Bogotá (Fides) – Im Einklang mit den bereits auf den Weg gebrachten Initiativen zur Förderung des verantwortungsvollen Wählens im Hinblick auf die für den 31. Mai 2026 angesetzten Präsidentschaftswahlen (vgl. Fides, 16/05/2026) hat die Bischofskonferenz Kolumbiens ein Schreiben an die Priester des Landes, herausgegeben. Darin ruft sie diese dazu auf, die Wahlzeit „mit einem tiefen moralischen, geistlichen und patriotischen Bewusstsein zu begehen und stets nach dem Gemeinwohl, Gerechtigkeit, Wahrheit und brüderlichem Zusammenleben zu streben“.
Das Schreiben ist unterzeichnet vom Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Erzbischof Francisco Javier Múnera Correa, dem stellvertretenden Vorsitzenden, Erzbischof Gabriel Ángel Villa Vahos, und dem Generalsekretär, Bischof Germán Medina Acosta, und betont, dass der Wahlprozess „einen entscheidenden Moment für die Demokratie und die Zukunft des Landes“ darstellt. Aus diesem Grund werden die Priester gebeten, „unparteiisch, umsichtig, weise und mit echtem pastoralem Gespür zu handeln und parteiische Haltungen oder Äußerungen zu vermeiden, die die Spaltung vertiefen könnten“.
Die Bischöfe laden alle ein, anlässlich des bevorstehenden Pfingstfests am 24. Mai gemeinsam für Frieden, Versöhnung und die Besonnenheit der Wähler zu beten, wobei sie auch verstärkt für Kolumbien beten sollen, damit der Heilige Geist die Bürger bei ihrer Wahlentscheidung leitet. In diesem Zusammenhang sei auch das Gebet dafür wichtig, dass Führungskräfte gewählt werden, die „im Einklang mit Gottes Willen“ stehen und bereit sind, auf die wahren Bedürfnisse des kolumbianischen Volkes einzugehen.
Das Schreiben erinnert zudem daran, dass das Land den Beitrag aller benötigt, um „ein anderes soziales Klima zu schaffen, das auf Vorschlägen und Programmen basiert, die dem Gemeinwohl, der Gerechtigkeit und dem friedlichen Zusammenleben dienen“, wobei jegliche Form von Polarisierung oder politischer Instrumentalisierung des Glaubens vermieden werden soll. Die Bischofskonferenz schließt mit einem Aufruf zur Förderung von gegenseitigem Respekt, Einheit und ethischem Engagement der Gläubigen und stellt die Priester unter den Schutz der Jungfrau Maria.
(LGR) (Fides 21/05/2026)


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